Aligned vereint
Mit abgestimmter Zusammenarbeit zu mehr Erfolg
Die verbindliche Ausrichtung der Marktteilnehmer und ihre Mobilisierung auf ein gemeinsames Ziel sind dort Erfolgsfaktor, wo es besonders auf Kooperation ankommt. Fallbeispiele aus den Branchen Automotive, ICT und Public zeigen typische Herausforderungen und Lösungswege der Kollaboration.
Zusammenkunft ist ein Anfang.
Zusammenhalt ist ein Fortschritt.
Zusammenarbeit ist der Erfolg.
(Henry Ford, 1863 – 1947)
Die optimale Zusammenarbeit und Vernetzung sowohl innerhalb des eigenen Unternehmens als auch mit Partnern und Kunden ist in der heutigen Geschäftswelt von wesentlicher strategischer Bedeutung (Page; Ehring, 2001, 1ff.). Traditionelle Regelungsmechanismen wie Organisation und Prozesse sorgen zwar für die Rahmenbedingungen der Leistungserbringung. Am „Point of Collaboration“ entscheidet sich aber, ob sich diese Arbeitsteilung effizient entfaltet oder in Lähmung erstarrt, in Orientierungslosigkeit oder Reibungsverlusten versickert. Gerade das Alignment, die verbindliche Ausrichtung der Marktteilnehmer und ihre Mobilisierung auf das gemeinsame Ziel, wird dort zum Erfolgsfaktor, wo es besonders auf Kooperation ankommt.
Business Collaboration umfasst die systematisch angelegte und professionell durchgeführte Zusammenarbeit von Wirtschaftseinheiten innerhalb einer Organisation, zum Beispiel innerhalb von Teams, aber auch in oder gerade zwischen Business Units eines Unternehmens oder im Austausch mit Unternehmenspartnern entlang der Wertschöpfungskette. Ziel ist, einen gemeinsamen Geschäftszweck, eine sogenannte „Joint Business Mission“, bestmöglich umzusetzen. Häufig unterstützen neue technologische Lösungen die Business Collaboration. Hierzu zählt vor allem die standortübergreifende, reaktionsschnelle und wenn notwendig flächendeckende soziale Interaktion mittels moderner IT- und Telekommunikationstechnologien beziehungsweise der Infrastruktur des Web 2.0.
Damit findet Business Collaboration auf den unterschiedlichsten Ebenen statt: Sowohl im Rahmen von Social Networks oder im Intranet gegenüber Mitarbeitern als auch im elektronischen Datenaustausch bei der Leistungserstellung, bei partner- oder kundengerichteten Aktivitäten wie der arbeitsteiligen Akquise von europaweit agierenden Selling Teams. Kollaboration ist per se nicht allein technologisch besetzt, auch wenn neue Formen der Massen- oder Team-Kollaboration gerade erst die Zusammenkunft in virtuellen Räumen ermöglichen. Business Collaboration ist vielmehr ein organisatorisches Phänomen, unter gewachsenen Bedingungen wie arbeitsteilige Wertschöpfung, Organisationsstrukturen und prozessuale Vorgaben zu erhöhter Effizienz zu gelangen. Gleichzeitig hängt aber die Zusammenarbeit auch von der Mobilisierung und dem abgestimmten Vorgehen der involvierten Parteien ab. Es kommt hier ganz stark auf das Management des menschlichen Faktors beziehungsweise das Verständnis des Partners an. Damit erhält Business Collaboration auch eine starke Management-Dimension, gilt es doch, das Verhalten der Akteure in die richtige Richtung zu lenken.
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