Auf zu neuen Ufern
Warum die Suche nach der perfekten Organisationsstruktur niemals endet
Organisationsstrukturen müssen die Lösung komplexer Probleme in immer kürzerer Zeit unterstützen. Noch nicht ausgeschöpftes Potenzial bietet hier der Netzwerkgedanke.
Die Telekommunikationsbranche hat eine eindrucksvolle Entwicklung hinter sich. Ein Beispiel: Wer vor 20 Jahren erreichbar sein wollte, der benötigte ein Endgerät von der Größe eines Benzinkanisters und dem Gewicht eines vollen Bierkastens. Dieses Endgerät war der erste Schritt in Richtung „Mobil“-funk. 20 Jahre später besitzen Mobiltelefone die Größe einer Zigarettenschachtel, wiegen 150 Gramm, bieten uneingeschränkte Erreichbarkeit und die Fähigkeit zum Telefonieren unabhängig vom Aufenthaltsort stellt seit Langem einen Hygienefaktor dar. Immer neue Konsumentenwünsche stellen hohe Anforderungen an Netzbetreiber und Entwickler. Dieser einfache Beleg für die digitale Revolution lässt erahnen, welche technologischen Quantensprünge in den nächsten 20 Jahren bevorstehen und welche hohen Erwartungen Kunden in Zukunft an ihre Provider richten werden. Netze einer noch unbekannten Generation, weitestgehende Konvergenz und Connected Live & Work sind sicher nur einige Themen, die uns in der fernen Zukunft begleiten werden. Alle Entscheider sind natürlich brennend daran interessiert zu wissen, welche konkreten Entwicklungen kommen werden. Wer dahingehend motiviert diesen Artikel liest, kann die Lektüre nun beenden. Wer wissen möchte wie er sich nichtsdestotrotz optimal organisatorisch vorbereiten kann, sollte dagegen weiter lesen.
Denn es gibt sehr wohl Möglichkeiten, sich zu wappnen. Man muss nur wissen, wie. Experten wie Mike Kelly vom TM Forum halten es zu Recht für fraglich, inwieweit die traditionellen Geschäftsmodelle von Telekommunikationsunternehmen in Zukunft noch Bestand haben werden (Siehe Interview mit Mike Kelly, TM Forum). Angesichts der Tatsache, dass vermutlich kein Entscheidungsträger auch nur annährend prognostizieren kann, wie sich Märkte, Kundenbedürfnisse oder sogar Geschäftsmodelle in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden (die Anzahl plausibler Szenarien wäre schlicht zu groß), gewinnen Organisationsstrukturen eine völlig neue Bedeutung. In den Mittelpunkt rücken dann Organisationsmodelle, die nicht unbedingt gewährleisten, ein bestimmtes Geschäftsmodell optimal zu unterstützen, sondern solche Strukturmodelle, mit denen aus der Zukunftsunsicherheit Kapital geschlagen werden kann. Hierfür muss jedoch mit tradierten Denkweisen gebrochen werden.
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