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Aus alt und neu mach viel
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Aus alt und neu mach viel

Schnelles Wachstum mit hybriden Zugangstechnologien



Wie schließt man seine Kunden ohne durchgehende NGN-Strukturen an? Diese Frage beschäftigt Netzbetreiber vor allem in schnell wachsenden Gesellschaften. Schaltet man sie auf bestehende, nicht NGN-basierte Strukturen, wird später eine aufwendige Migration erforderlich. Einen Brückenschlag schafft jedoch die geschickte Kombination von Zugangs- und Vermittlungstechniken.

Für viele westeuropäische Netzwerkbetreiber bieten Telekommunikationsnetze der nächsten Generation – Next Generation Networks (NGN) – die Möglichkeit, erhebliche Einsparungen beim Betrieb zu erzielen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben beziehungsweise zu werden. In jungen, schnell wachsenden Gesellschaften wie zum Beispiel in Asien oder Afrika stellt sich die Situation anders dar. In diesen Ländern hat sich im Laufe der letzten Jahre das Mobilfunknetz aufgrund der geringeren Investitionskosten und der kürzeren Aufbauzeiten überproportional stark entwickelt. Dementsprechend unterentwickelt in Bezug auf die Penetrationsraten sind festnetzbasierte Breitbandanschlüsse. Hier müssen Netzbetreiber, teilweise durch die jeweilige Regulierungsbehörde oder andere Institutionen getrieben, die Penetrationsrate im Festnetz erheblich vergrößern. Die Nachfrage nach neuen Diensten wie beispielsweise Triple Play hat dort noch nicht höchste Priorität, wird jedoch künftig ebenfalls eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen, sofern der Anschluss zum Rest der Welt erhalten bleiben soll. Zusätzlich wollen diese Betreiber meist die Vorteile eines auf dem Internetprotokoll (IP) basierenden Kommunikationsnetzes zur Vereinheitlichung des Netzbetriebes nutzen. 

Die Migration bestehender Dienste ist komplex 

Allerdings sind die existierenden, nicht IP-basierten Netzwerke heute noch in Betrieb und werden dies auch noch lange bleiben. Eine Migration von Kunden aus nicht NGN-basierten Netzen auf NGN-Strukturen ist auf lange Sicht unumgänglich, die ­Migration jedoch zeitaufwändig und komplex. Neue Anschlüsse und Dienste müssen aber bereitgestellt werden. 

Netzbetreiber stehen somit vor mehreren Herausforderungen: Wie werden Kunden angeschlossen, sofern noch keine durchgehenden NGN Strukturen zur Verfügung stehen, die Anzahl der Kunden aber weiter und vor allem schnell wachsen muss? Welcher Brückenschlag verhindert, Kunden weiterhin auf ­bestehende, nicht NGN-basierte Strukturen zu schalten, um sie später aufwändig migrieren zu müssen?

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