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FORTSETZUNG: Betreiber zwischen Scylla und Charybdis
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Wissen, was los ist

Man kann es drehen, wie man will – zur Tagesordnung übergehen kann nicht die Lösung des Problems sein. Kein Betreiber kann sich einen Netzausbau leisten, der auch nur annähernd dem angesprochenen Bedarfswachstum global folgt. Es ist auch nicht zielführend, sich blind auf neue Dimensionen technischer Leistungsfähigkeit zu verlassen, dies gilt insbesondere für den mobilen Teil zukünftiger Breitbandnetze. Die erste Antwort liefert eine fundierte Technologiestrategie, die eine realistische Leistungsbewertung, sogenannte True KPI’s, in allen Netzebenen – vom mobilen Breitbandzugang bis zur Diensteplattform – in einer ganzheitlichen Ende-zu-Ende Betrachtung vornimmt. Dies muss mit einer realistischen Einschätzung der Verfügbarkeit bestimmter Technologieschritte einhergehen (Roadmap). Die präzise Definition von „Verfügbarkeit“ ist dabei von besonderer Wichtigkeit. Leider ist die ICT-Welt in diesem Punkt recht unscharf. Wie wir alle leidvoll aus der Vergangenheit wissen, besteht zwischen ersten Erprobungen einer neuen Technologie und dem wirtschaftlich sinnvollen Einsatz ein großer Unterschied sowohl zeitlich als auch leistungsmäßig. Da mit wachsender Leistungsfähigkeit auch die Komplexität wächst, kann sich in diesem Punkt eine gewaltige Schere auftun. Aufklärung kann dabei ein sogenanntes Technologieradar schaffen, welches die verschiedenen Entwicklungs- und Markteinführungsschritte einer neuen Technologie präzise definiert und auf einer Entwicklungs- und Zeitachse darstellt. Damit können dann aussagekräftige Vergleiche angestellt oder Technologie- und Rolloutszenarien simuliert werden. Dabei ist es nicht so sehr die Technologie selbst, die Differenzierungspotenzial bietet – das interessiert den Nutzer meist wenig –, vielmehr erfolgt die Differenzierung über “Wissen, was los ist“.

Nun müssen wir das Schifflein geschickt durch die Untiefen der Meerenge steuern und den allgegenwärtigen Ungeheuern entgehen. Diese Aufgabe erfordert eine Reihe von strategischen und technischen Fähigkeiten, die kurz angerissen werden sollen. Die Lösung von Peter Löthberg – „Klotzen statt kleckern“ – scheidet leider aus: zu teuer. Breitbandnetze werden daher schon seit ­Beginn der Verfügbarkeit sehr fokussiert ausgerollt, Beispiel FTTx, oder es wird eher auf Flächendeckung als auf Durchsatz optimiert wie beim 3G Mobilfunk. Beide Alternativen enthalten keine großen Differenzierungsmerkmale, im Gegenteil, sie hinterlassen unzufriedene Nutzer beziehungsweise weiße ­Flecken auf dem Breitbandatlas.

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