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FORTSETZUNG: Betreiber zwischen Scylla und Charybdis
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Quality of Service – Zurück in die Zukunft

Wie wir gesehen haben, ist es nicht so sehr die Technik selbst, mit der man sich differenzieren kann, sondern ihr richtiges Verständnis und der geschickte Umgang mit den verfügbaren Varianten. Eine Ausnahme gibt es allerdings, die nach unserer Einschätzung noch viel zu wenig genutzt wird: QoS (Quality of Service, Dienstgüte). Damit wird der direkte Bezug zwischen bestimmten technischen Vorkehrungen und der Kundenzufriedenheit für einen bestimmten Dienst hergestellt. Wer kennt nicht die Probleme mit VoIP-basierten Telefonkonferenzen mit Teilnehmern, die über verschiedenste Netze miteinander verbunden sind! Wie also ist QoS sicherzustellen?

Hierzu gibt es mehr oder weniger clevere Strategien. Beginnen wir mit der Methode Peter Löthberg: Klotzen. Überdimen­sionierung ist eine technisch funktionierende Maßnahme. Sie scheitert aber sehr schnell an kommerziellen oder technischen Grenzen, je nachdem, ob man feste oder mobile Breitbandnetze betrachtet. Wenn also nicht beliebig viel Bandbreite zur Verfügung steht, sei es an der Mobilfunkschnittstelle zum Nutzer, im restlichen Zugangsbereich oder in den Kernnetzen der Betreiber, ist eine naheliegende Idee nicht sämtlichen Verkehr gleich zu behandeln, sondern genauer bezüglich der tatsächlichen Anforderungen von bestimmten Verkehrsarten zu differenzieren und jeder Verkehrsart nur die Qualität zuzuordnen, die sie mindestens benötigt. Die grundlegenden Konzepte für eine unterschiedliche Behandlung von verschiedenen Verkehrsarten in IP-Netzen sind gut verstanden und seit langem verfügbar. Hierbei werden Verkehre verschiedenen Verkehrsklassen zugeordnet, die ähnliche Anforderungen an die Dienstgüte bündeln, um nicht wirklich jeden Verkehrsstrom (IP flow) einzeln behandeln zu müssen. Die wesentlichen Qualitätsparameter in IP Netzen zur Definition der Dienstgüte sind dabei:

• die Paketverlustrate – der Anteil der IP–Pakete, der während der Übertragung verloren geht;

• die Verzögerung (Delay) – die Paketlaufzeit von der Quelle bis zum Ziel;

• die Varianz der Verzögerung (Jitter) – die Schwankung der Paketlaufzeit;

• der Durchsatz – die Menge der Daten, die im Mittel übertragen wird.

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