Eine UC-Lösung besteht aus drei Säulen (siehe Abbildung 1).
Unter „Communication“ sind alle Kommunikationskanäle zusammengefasst. Die zweite Säule „Conferencing“ bezeichnet Sprach- und Videoapplikationen, die ein Gespräch zweier oder mehrerer Personen ermöglichen. Unter „Collaboration“ sind Tools zur virtuellen Zusammenarbeit zu verstehen, wie zum Beispiel ein virtuelles Whiteboard. So weit, so bekannt – all diese Einzelapplikationen gibt es auch jetzt schon. Sie alle in einer einheitlichen Oberfläche zusammenzufassen, ist nur eine Funktion einer UC-Lösung. Denn UC geht noch weiter: Die Kontaktdaten aller Mitarbeiter werden angereichert mit deren Präsenzinformationen, also zum Beispiel dem momentanen Aufenthaltsort und der Erreichbarkeit. Diese Informationen werden dann direkt in Prozessanwendungen wie das ERP- oder CRM-System und Produktivitätssoftware wie MS Office integriert. Das Schlagwort hierzu lautet Kontextintegration: Sobald in einem Dokument oder einem System der Name einer Person auftaucht, sind augenblicklich dessen Kontakt- und Präsenzinformationen verfügbar. So lässt sich, wie im obigen Beispiel, auf einen Blick erkennen, welcher Kollege zurzeit erreichbar ist, und per Klick direkt aus der Anwendung heraus ein Telefonat aufbauen.
Ein wesentlicher Aspekt von UC ist die Unabhängigkeit vom Endgerät und vom Zugangsnetz. Ob der Anwender ein Notebook oder einen PDA besitzt, ob er über UMTS, Ethernet oder WLAN eine Verbindung zum Firmennetz herstellt, die UC-Anwendungen stehen immer zur Verfügung. Die Maxime der Unified Communications-Philosophie lautet also: Orts- und Medien-unabhängig müssen der Zugriff auf Informationen und die Erreichbarkeit des Mitarbeiters gewährleistet sein.
Integration schafft Vereinfachung
Durch die Integration personenbezogener Kontextinformationen in die Unternehmensanwendungen intensiviert und vereinfacht UC die Vernetzung aller Mitarbeiter. Die Unternehmensproduktivität wird dadurch auf mehreren Ebenen gesteigert: Die einzelne Person hat einen geringeren Zeitaufwand für Kommunikation und Zusammenarbeit. In einer Arbeitsgruppe baut die stärkere Vernetzung Kommunikationshürden ab und unterstützt damit die Teamaktivitäten. Und auf Unternehmensebene ist die höhere Effizienz der Geschäftsprozesse und der Mitarbeiter ein Gewinn. Auch die nahtlose Einbindung externer Partner ist über Schnittstellen möglich, wie das Beispiel von Herrn Meier zeigt. Dadurch können Unternehmen ihre Kommunikationseffizienz erhöhen und die Kommunikationshürden und -kosten senken.Weiter
