Es empfiehlt sich, mit einer Positionierung in der Nähe der bisherigen Kernkompetenzen zu beginnen. Dies können Hardware-Produkte, Software-Applikationen oder Dienstleistungen im Bereich Kommunikation, Systemintegration oder Betrieb sein. Für die Erweiterung können entweder neue eigene Kompetenzen aufgebaut oder strategische Partnerschaften geschlossen werden. Traditionell hardware-orientierte Player wie Siemens oder Alcatel-Lucent müssen zum Beispiel ihr Portfolio um Integrations- und Betriebsdienstleistungen erweitern. Software-Anbieter aus dem IT-Umfeld wie Microsoft oder IBM müssen Kompetenzen im Bereich Telekommunikation hinzugewinnen. Die Entscheidung zwischen „make“ und „partner“ muss die Risiken und Einschränkungen jedes Wegs mit seinen taktischen und strategischen Potenzialen ausbalancieren. Führende Anbieter werden darauf achten, eine starke Plattform im Markt zu positionieren, über die sie Partner binden und kontrollieren können, um ihre eigene Wertschöpfung zu sichern und langfristig auszubauen. Im gleichen Maße wie die Wettbewerbsintensität im UC-Markt zunimmt, gewinnen vertikale Wettbewerbs- und Partnerstrategien daher sowohl für große und kleine Anbieter stark an Bedeutung.
1 Berlecon März 2008
2 Siemens Enterprise Communications 2007
3 Forrester Juli 2008
4 Experton Group, 2008
Erschienen in DMR 04/2008
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