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Das grüne Gold
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Das grüne Gold

Wie Energieeinsparungen in Outsourcing-Verträgen Berücksichtigung finden



Grüne Telekommunikation wird in Managed Service-Verträgen selten vorgesehen. Im Gegenteil: Die vom Netzbetreiber gegenüber dem Managed Service Provider definierten Ziele können kontraproduktiv wirken und die Energieeinsparungen behindern. Zur Bewertung eines Outsourcing-Angebots müssen neue Wege gefunden werden, um die Umweltkomponente zu berücksichtigen und in die entsprechenden SLAs einfließen zu lassen.

Der Begriff „Grüne Telekommunikation“ ist eng verbunden mit der Senkung des Energieverbrauches eines Telekommunikationsnetzes. Man unterscheidet direkte und indirekte Energiekosten. Der direkte Energieverbrauch fällt an beim Betrieb der Telekommunikationsinfrastruktur: Die Telekommunikationssysteme inklusive OSS und BSS und den Klimaanlagen sind die größten Verbraucher. Der indirekte Energieverbrauch entsteht beim Betrieb der Bürogebäude – PCs, Licht, Heizung, Kühlung –, aber auch durch die Fahrzeugflotte, zum Beispiel im Außendienst in der Wartung.

Grünes Einsparpotenzial

Energieeinsparung meint typischerweise auch Kosteneinsparung. Der Kostendruck bei den Netzbetreibern begünstigt also grundsätzlich die Grüne Telekommunikation. Allerdings sind die operativen Einsparungen in den meisten Fällen mit Investitionen verbunden, beispielsweise für den Kauf der neuesten Generation von Telekommunikationssystemen und Klimageräten.

Die Investitionen können oft nicht über die Energieeinsparungen gerechtfertigt werden. Deshalb wird der Austausch typischerweise durchgeführt, wenn die Systeme und Geräte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, spätestens aber, wenn die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet ist und das Risiko von Ausfällen signifikant ansteigt. Der typische Lebenszyklus solcher Systeme beträgt zehn Jahre oder mehr.

Legt man für die Entscheidung über den Austausch lediglich ökonomische Aspekte zugrunde, wird nicht unbedingt die energiesparsamste Variante gewählt. In diesen Fällen zeigt die Berechnung der Total Cost of Ownership, dass die Energieeinsparungen über die gesamte Lebenszeit die höheren Anschaffungskosten nicht kompensieren. Durch die Politik vorgegebene Programme können hier unterstützend wirken.

Grüne Telekommunikation kann aber auch heißen, grüne Energie einzukaufen oder selbst zu erzeugen. Beim Einkauf grüner Energie ist mit vergleichsweise höheren Kosten zu rechnen. Der Einsatz von Solar- oder Windenergie erfordert zusätzliche Investitionen. Gerade in Ländern mit in der Fläche fehlender Stromversorgung ist dieser Ansatz aber im Vormarsch. Der Dieselgenerator wird zum Beispiel durch Solarenergie ersetzt und dient nur noch als Backup.

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