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Das IP Multimedia-Subsystem – Enabler für ein neues Dienstezeitalter?
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Das IP Multimedia-Subsystem – Enabler für ein neues Dienstezeitalter?

Wird IMS erfüllen, was Intelligente Netze einst versprachen?



Wir alle erinnern uns daran, mit welchen Versprechungen die Intelligenten Netze (IN) einst an den Start gingen: Eine reichhaltige und für den Netzwerkbetreiber einfach zu erweiternde Plattform für Mehrwertdienste. Wir wissen auch, dass sich diese Vision – wenn überhaupt – nur zum Teil erfüllt hat. Das IP Multimedia-Subsystem (IMS) startet mit ähnlichen Ansprüchen. Können die Ansprüche dieses Mal eingelöst werden oder wiederholt sich hier die Geschichte?

Die IN/CAMEL-Konzepte


Um die Unterschiede zwischen IN und IMS besser verstehen zu können, ist zunächst ein kurzer Rückblick auf die IN/CAMEL (Customized Applications for Mobile Enhanced Logic)-Konzepte sinnvoll: IN- oder CAMEL-Dienste werden entweder statisch über eine Nummernanalyse oder teilnehmerbasiert von der Funktion SSF (Service Switching Function) auf der Vermittlungsstellenebene aufgerufen. Ausgeführt werden die eigentlichen Dienste auf einer SCP (Service Control Point)-Plattform. Als Protokoll dienen die SS7 (Signalisierungssystem Nummer 7) basierten, telekommunikationsspezifischen Protokolle INAP (Intelligent Network Application Part) oder CAP (CAMEL Application Part).


Sowohl die Art und Weise, wie Dienste aufgerufen werden („Service-Triggering"), als auch die Protokolle können als relativ starr und unflexibel bezeichnet werden. Diensteerweiterungen waren daher selten ohne zusätzliche Standardisierung möglich, mit der Konsequenz von inakzeptablen Entwicklungszyklen unter dem „Time-to-Market"-Aspekt.


Des Weiteren sind die Vermittlungsstellen in einer Zeit konzipiert und entwickelt worden als IN (und insbesondere CAMEL) noch völlig unbekannt waren. Die ursprüngliche Idee war, dass CAMEL-Dienste sich unabhängig von der Mobilfunkvermittlungsstelle (MSC - Mobile Switching Center / VLR - Visitor Location Register) entwickeln sollten. Die enge Verknüpfung und Interaktion zwischen MSC und SSF führte aber oftmals zu technischen Betriebsproblemen, die wiederum zeit- und kostenintensive Zusatzentwicklungen erforderten.


Ein weiteres Hindernis (insbesondere im mobilen Bereich) für eine zeitnahe Einführung neuer Dienste stellt das Roaming dar. „Service Triggering" findet im besuchten Netzwerk statt, der eigentliche Dienst wird jedoch im Heimnetzwerk ausgeführt. Dies führt zu Abhängigkeiten in den Geschäftsprozessen der Roaming-Partner, die sehr zeitintensiver Pflege bedürfen. Zusätzlich müssen auf beiden Seiten die gleichen Protokollversionen unterstützt werden, was oftmals nicht gegeben ist.

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