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Das Kaninchen im Hut
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Das Kaninchen im Hut

Prozessanalytik leistet intelligente Verzahnung von Prozessen und IT

Wenn es um die Gestaltung von Transparenz im Unternehmen geht, werden Prozessmanagement und IT oftmals im gleichen Atemzug genannt. Doch ein Heben der Potenziale durch eine echte Verzahnung muss von den meisten Unternehmen erst noch realisiert werden. Das Zauberwort lautet „Prozessanalytik“ und meint die quantitative Bewertung und intelligente Analyse der Unternehmensprozesse.

Der DMR hat den Prozessexperten Professor Leo Brecht zum Stand des Prozessmanagement in den Unternehmen befragt und um einen Ausblick auf künftige Trends, insbesondere die Prozess­analytik gebeten.

DMR: 1993 veröffentlichten Michael Hammer und James ­Champy ihren richtungsweisenden Bestseller „Reengineering the ­Corporation“, der das Prozessmanagement als einen prägenden Management-Ansatz der letzten Jahre etablierte. Inwiefern ist das prozessuale Denken inzwischen in den Unternehmen auch tatsächlich angekommen? Welchen Stellenwert, verglichen mit damals, hat Prozessmanagement heute?´

L. Brecht: Der Bestseller von Hammer und Champy hat viel ausgelöst, in den Beratungsunternehmen, in den Forschungsinstituten wie auch in den Unternehmen. Nach einer extremen Welle wurde der Hype um Prozessmanagement Ende der 90er Jahre stark überlagert von den ganzen eBusiness-Thematiken und war Mitte 2000 mehr als Kostensenkungsmaßnahme angesetzt. Wie ich jetzt beobachte, wird viel stärker auf Kunden­orientierung und Effektivitätsüberlegungen Wert gelegt.

Wenn ich jetzt Firmen analysiere, kann ich feststellen, dass einzelne Unternehmen extrem weit sind. Es gibt aber immer noch eine Menge von Firmen, die unter Prozessmanagement die klas-sische Ablauforganisation verstehen. Ein großes Spektrum von Firmen ist in dieser Thematik – basierend auf den Arbeiten von Hammer und Champy – weit fortgeschritten. Es gibt aber auch solche, die noch ganz am Anfang stehen und auf Modellen wie EFQM  (European Foundation for Quality Management) aufbauen.

DMR: Sie sagen also, Prozessmanagement ist kein alter Hut?

L. Brecht: Absolut. Aber es hat einen anderen Fokus bekommen. Stärkere Kundenorientierung steht heute immer noch im Vordergrund, es gibt inzwischen aber andere Methodiken und Tools, um die Kundenorientierung umzusetzen. Ich denke an Themen wie Kundenwertberechnung, quantitative Kundensegmentierung oder die Inhalte, die ich unter dem Begriff „Process Analytics“ verstehe. Prozesse müssen viel stärker quantitativ bewertet und analysiert werden, als man es bisher gemacht hat.

DMR: Wie würden Sie die „TOP 5 best-practices“ des Prozess­managements definieren? 

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