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Das Problem der weißen Flecken
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Das Problem der weißen Flecken

Der Anschluss ländlicher Gebiete an die Informationsgesellschaft



Die Breitbandversorgung ländlicher Gebiete in der ganzen Welt ist eine sehr schwierige Aufgabe. Der Erfolg hängt von der Zusammenarbeit unabhängiger Bürgerinitiativen und großen Betreibern ab.

Marc ist glücklich. Gerade erst letzte Woche wurde er zum Leiter der Niederlassung seines Hightech-Unternehmens befördert. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Region, in der seine Frau und er aufgewachsen sind. Somit kann die ganze Familie wieder zurückziehen und ihr Leben zusammen mit den Eltern und alten Freunden und Bekannten auf dem Dorf genießen. Die Kinder sehen die Großeltern öfter und Marc’s Frau, eine Jägerin, kann die weiten Wälder rund um das Dorf bewirtschaften. Während der Vorbereitung für den Umzug bemerkte Marc schnell, dass sein langjähriger  Telekommunikationsanbieter, mit dem er die letzten Jahre in der Stadt immer sehr zufrieden war, sein beliebtes IPTV-Produkt auf dem Dorf nicht anbietet. Darüber hinaus war Marc nach einem weiteren Telefonat sehr frustriert, denn er muss auch auf seinen 16Mbps Internetanschluss verzichten – auf dem Dorf seiner Eltern gibt es maximal einen 64kbps ISDN-Anschluss. Offensichtlich lag sein neues Zuhause in einem  sogenannten „Weißen Fleck“, einem Gebiet, in dem der Internetzugang noch auf analoge Telefoneinwahl beschränkt ist.

Stadt oder Dorf: Wo ist das Problem?

In Europa teilen zirca 30 Prozent der Einwohner dieses Schicksal. In vielen anderen Ländern in Amerika, Asien und Afrika ist das Problem des ländlichen Internetzugangs weitaus gravierender: Bis zu 85 Prozent der Einwohner haben keinen Zugang zum Internet. In unserer „Digitalen Wirtschaft“ werden mehr und mehr Services online angeboten, die Unternehmen sind angewiesen auf den Remote-Zugriff ihrer Mitarbeiter und Handelspartner auf wichtige gemeinsame Daten und Regierungen, Schulen und Universitäten verbreiten Wissen über das Internet. Von diesem riesigen Angebot  abgeschnitten zu sein ist so ähnlich, als würde man Literatur studieren ohne Zugang zu Büchern oder anderen Schriftstücken. Dies trägt offensichtlich dazu bei, dass sich die „Digitale Kluft“ zwischen städtischen und ländlichen Gebieten verschärft und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft eines Landes geschwächt wird.

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