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FORTSETZUNG: Das Schweizer Messer des CIO
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Die Einflussnahme auf die Technologieauswahl in IT-Projekten liegt jedoch nicht nur im einseitigen Interesse des IT-Bereichs. Auch für die Fachseite ergeben sich bedeutende Vorteile, ein IT-System auf standardisierte Technologien abzubilden. Während individuell ausgewählte Technologiekomponenten den höchsten Freiheitsgrad in der Entwicklung bieten, bremsen sie den Übergang in die Produktion enorm. Vergrößert eine verkürzte Projektlaufzeit bei gleichzeitig reduzierten Risikofaktoren den externen Erfolg eines IT-Projekts, stellt der Rückgriff auf standardisierte Technologien für die verantwortliche Fachseite wie für den IT-Bereich einen beiderseitigen Gewinn dar.

Die Einführung von standardisierten Technologien unterstützt über die Steigerung der Agilität hinaus auch die Qualität des langfristigen Betriebs. Für die eingeführten IT-Systeme stellt die letzte Phase des Technologie-Lebenszyklus eine langfristige ­Evolutionsperspektive dar.

Technologie-Monitoring behält die „Roadmap“ fest im Blick   

Am Anfang des Lebenszyklus stand die Identifikation neuer Technologien, die einen hohen Nutzen aufweisen. Ist das Ende des Kreislaufs in Sicht, müssen umgekehrt die Technologien identifiziert werden, die unbelassen einen hohen Schaden verursachen können. Dazu gehören Ausfallrisiken durch vom Hersteller nicht mehr unterstützte Technologien und erhöhte Betriebskosten jenseits von Rahmenverträgen.

Das in der Substitutionsphase angewandte Verfahren des Technologie-Monitoring schafft die Transparenz, die für einen zeitgerechten und kontrollierten Technologiewechsel notwendig ist. Da ein solcher Wechsel neben dem „Woher“ auch das „Wohin“ beinhaltet, schließt das letzte Verfahren im Technology Lifecycle Management wieder nahtlos an die Identifikation zukünftiger Technologien an: Ein neuer Kreislauf beginnt.

Das Technologie-Monitoring macht sich die Verknüpfung zweier Datenquellen zunutze: Zunächst wird ein Abbild der IT-Landschaft benötigt, das Aufschluss über den aktuellen Einsatz von Technologien in IT-Systemen gibt. Eine solche Zuordnung wird häufig in anderen Verfahren bereits dokumentiert und kann übernommen werden.

Die zweite Datenquelle besteht aus Meilensteinen, die den zeitlichen Verlauf des Reifegrads jeder eingesetzten Technologie definieren. Die aktuelle Position auf dieser „Roadmap“ zeigt an, in welcher Reifephase sich eine Technologie befindet. ­Diese Betrachtung bietet auf der Ebene von Technologien zwar genügend Tiefenschärfe für die strategische Vorausplanung, für den Migrationspfad eines gegebenen IT-Systems ist sie dagegen nicht geeignet. Daher bietet sich die Einführung zusätzlicher „Roadmaps“ an, die sich auf Technologiekomponenten wie Produkte oder sogar Produktversionen beziehen und eine engere Stufung besitzen. In der vollständigen Anwendung des Technology Lifecycle Managements besitzt jedes Verfahren des Lebenszyklus sein eigenes Bezugsobjekt mit der zugehörigen Stufung der Meilensteine (Abbildung 2). 

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