Aus der Verknüpfung der beiden Datenquellen lassen sich nutzbringende Ableitungen machen: Zur Eliminierung von Betriebsrisiken ist ein Migrationsvorschlag an Fachbereiche denkbar, deren IT-Systeme auf abgekündigten Produktversionen aufgebaut sind. Im Innovationsmanagement kann ein Meilenstein die Evaluierung eines Innovationsfelds herbeiführen, nachdem es in eine stabile Reifephase eingetreten ist.
Im Verlauf der Substitutionsphase weitet sich der Fokus des Technology Lifecycle Managements von der operativen zurück zur strategischen Perspektive. Dazu bietet das Monitoring den Blick in zwei Richtungen: In der Rückschau wird die Effektivität der angewandten Verfahren anhand von Leistungsgrößen gemessen. Der Grad der Harmonisierung oder der Umfang des Technologieportfolios lässt sich an der IT-Landschaft objektiv ablesen.
Vorwärts gerichtet stimuliert die Analyse der IT-Landschaft den nächsten Durchlauf des Technologie-Lebenszyklus. Aus den dokumentierten Überhängen, Lücken und Meilensteinen der „Roadmaps“ leiten sich die Handlungsfelder für die kommende Identifikations- und Evaluierungsphase ab. Die Zusammenschau der Vergangenheit und Zukunft schließt die Verfahrenskette des Technology Lifecycle Managements und markiert den Nullpunkt für eine erneute Periode.
Technology Lifecycle Management ergänzt etablierte RegelwerkeDie Einführung der Verfahren des Technology Lifecycle Managements geschieht in Ergänzung zu bestehenden Ordnungsrahmen wie ITIL, TOGAF oder COBIT, auf denen eine IT-Organisation und ihre Prozesse aufgebaut sind. Die Ausführung der Verfahren kann im operativen Bereich der Technologieharmonisierung und -einführung über vorhandene Schnittstellenfunktionen, zum Beispiel dem Demand Management oder der IT Architektur, kanalisiert werden. Die strategischen Anteile sind in einer Planungsfunktion gebündelt, die auch als Ankerpunkt für den Gesamtprozess agiert. Hier läuft auch die Kommunikation mit anderen Interessensgruppen wie Einkauf, Dienstleistern und Herstellern zusammen. Aufgrund einer praxisnahen Ausprägung und einem modularen Aufbau bedarf das Technology Lifecycle Management einer schlanken personellen Ausstattung, deren Aufwand sich durch einen messbaren Beitrag zur Wirtschaftlichkeit jederzeit rechtfertigt.
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