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Umsatzeinbußen im Postpaid- und Prepaid-Business

Im Postpaid-Business können Umsatzeinbußen sich an jeder Stelle des Billing-Prozesses ergeben. Folgende unterschiedliche Arten von Fehlern und Problemen verursachen die Einbußen:   

• Fehler bei der Erhebung und Vermittlung resultieren zum Beispiel aus der großen Vielzahl der verwendeten Datenerfassungsgeräte, den zahlreichen Datenformaten, die verwendet werden, und dem Umgang mit fehlenden, unvollständigen oder redundanten Daten in der Billing-Kette.

• Billing-Probleme resultieren aus der Nichteinhaltung vertraglich vereinbarter Tarife, technologischer Komplexität aufgrund unterschiedlicher Systeme für unterschiedliche Geschäftsmodelle, postpaid, prepaid und andere, ungeprüften Rechnungen, Rechnungen, bei denen zu viel (over billing) oder zu wenig (under billing) berechnet wurde.

• Fehler bei der Verwendung von Datenerfassungsgeräten ­resultieren aus unvollständigen Nutzungsdaten, fehlerhaften Geräten und System-Setup, unterschiedlichen Zeitstempeln und Inkompatibilität der Geräte.

• Fehler beim Kunden-Provisioning und bei den Aufträgen resultieren beispielsweise aus falschen Kunden- und Vertragsdaten, mangelhaften Sicherheitsmechanismen, Verzögerung in Bezug auf Service-Aktivierung und Statusänderung, Service-Bestellvorgang versus Statusänderung oder inkonsistem Service-Status.

• Fehler in den Finanz- und Accounting-Systemen resultieren vor allem aus fehlerhaften Interaktionen (Datenaustausch) mit anderen Systemen, uneinheitlichen Informationen, Folgehandlungen wie Mahnungen oder Bugs in Software-Updates und Fehlerbehebungen.   

Doch Umsatzeinbußen sind nicht auf das Postpaid-Business beschränkt. Prepaid ist ebenfalls ein Thema, wenn es um Umsatzverluste geht, und das gilt auch für das Roaming- und Inter-Operator-Business.

Wenn es darum geht, keine Umsatzeinbußen zu erleiden, ­gleichen die Herausforderungen im Prepaid-Business denen des Postpaid-Business. Fehlerhafte Wahl der Gebührenpläne, ­Fehler in Netz-Routen oder in sonstigen Referenzangaben führen letztendlich dazu, dass Kunden falsche Beträge in Rechnung gestellt werden. Umsatzeinbußen bei Prepaid-Services können ebenfalls die Folge einer fehlerhaften Konfiguration sein. Bei der Konfiguration von Prepaid- und Postpaid-Services müssen „Switch-Fähnchen“ gesetzt werden, damit für jeden einzelnen Kunden der Status Prepaid- oder Postpaid-Kunde festgelegt werden kann, so dass die Call Records der entsprechenden Billing-Plattform zugeordnet werden können. Wenn diese falsch gesetzt wurden, werden die Prepaid-Records an die Postpaid-Billing-Plattform weitergeleitet, wo sie im Schwebezustand verharren und eventuell für einige Zeit unentdeckt oder ungelöst bleiben. Bis das Problem gelöst ist, können die Prepaid-Kunden in der Zwischenzeit kostenlos telefonieren. Spezielle Umsatzverluste im Prepaid-Business sollten auch in Verbindung mit dem Überziehen von Kreditlinien beachtet werden. In nicht-online-basierten Prepaid-Architekturen würde zwischen dem auf Null zulaufenden Prepaid-Kontostand der Nutzer und dem an das HLR gesendeten Sperrbefehl eine Verzögerung eintreten – dieses Zeitfenster ermöglicht es immer noch, Anrufe zu tätigen.

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