Der Cash Cow auf der Spur
Webtechnologien unterstützen effizientes Portfolio-Management
Ein marktorientiertes Produktportfolio sichert einem Unternehmen Wettbewerbsvorteile und ist insbesondere in wirtschaftlich schwachen Jahren unerlässlich. Zentrales Tool des modernen Portfolio-Managements ist die sogenannte Portfolio-Scorecard. Zusammen mit Enterprise 2.0-Technologien ermöglicht sie eine Verschlankung der Datenerhebungs- und Bewertungsprozesse innerhalb des Portfolio-Managements, was Zeit und Kosten spart.
Die Steuerung von komplexen Produkt- oder Geschäftsfeldportfolios mit Hilfe des Portfolio-Management hat sich in den letzten Jahren in vielen Großkonzernen etabliert. Auch wir nutzen die Portfolio-Methode in der Analysephase vieler unserer Projekte, um schnell Transparenz über die Wettbewerbssituation, technische Anforderungen, Prozesse und andere Analyseobjekte zu erlangen. Bei der Anwendung von Portfolio-Management kommt es unserer Erfahrung nach vor allem auf drei Aspekte an:
Der erste Aspekt betrifft die Definition der Entscheidungsoptionen: Die zu treffenden Entscheidungen leiten sich aus der Geschäftsstrategie ab. Zum Beispiel sollen bei Produkten und Geschäftsfeldern als Analyseobjekt oft Investitionsentscheidungen unterstützt, bei Prozessen die Organisationsform definiert und bei technischen Anforderungen die Umsetzung priorisiert werden.
Der zweite Aspekt bezieht sich auf die Definition der Evaluationskriterien: Auf Basis der Positionierung der einzelnen Analyseobjekte innerhalb des Portfolios werden Entscheidungen gefällt. Daher müssen die Kriterien zur Bewertung eines Analyseobjektes so gewählt werden, dass sie einerseits messbar sind und andererseits die Bewertung und die daraus folgende Entscheidung in einem Zusammenhang stehen.
Der dritte Aspekt schließlich berührt die Definition des Prozesses: Im Portfolio-Managementprozess wird das Portfolio definiert, über die Aufnahme neuer Portfolio-Elemente und den Ausschluss existierender Portfolio-Elemente entschieden. Der Prozess sollte derart gestaltet sein, dass eine abgeleitete Entscheidungsoption auch tatsächlich im Unternehmen umgesetzt wird.
Wenig überraschend ist unsere Erfahrung, dass vor allem der letzte Aspekt, der Umsetzungsprozess, Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Unsere Erfahrung zeigt aber auch, dass dies nicht zuletzt an mangelnder Transparenz bei der Abstimmung und Auswahl der Evaluationskriterien liegt, mit denen die einzelnen Portfolio-Elemente bewertet werden sollen.Weiter