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FORTSETZUNG: Der feine Unterschied liegt in der IT
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Kerngeschäftsfähigkeiten im Fokus

Entscheidend für eine erfolgreiche Differenzierung im Markt ist immer die Identifizierung der Kerngeschäftsfähigkeiten (Core Capabilities): Wo ist das eigene Haus besser, billiger oder anders als die Mitbewerber? Mithilfe des EA-Modells lässt sich die Zusammenarbeit zwischen den für die Differenzierung relevanten Kerngeschäftsfähigkeiten anhand der Anwendungs- und Infrastruktur-Capabilities der IT darstellen und aufzeigen.

Die Capabilities stellen immer Einheiten aus Prozessen, Ressourcen (Personen und Informationen) sowie IT-Systemen dar. Sie bilden keine prozessualen Abläufe ab, sondern repräsentieren die wettbewerbsrelevanten Kernfähigkeiten und ihre Beziehungen untereinander, die sich in einer „Capability Map“ abbilden lassen. Häufig sind die Kerngeschäftsfähigkeiten auf verschiedene Organisationsbereiche im Unternehmen verteilt. So entstehen etwa im Zuge von Fusionen und Übernahmen sehr oft Redundanzen. Dann gilt es für den CIO, ein Domänenmodell als Ordnungsrahmen von Kerngeschäftsfähigkeiten seines Unternehmens zu entwickeln und ihnen im Rahmen der Enterprise Architecture überschneidungsfrei die entsprechenden Capabilities der IT zuzuordnen.

EAM und SOA für Financial Services

Der Einsatz von SOA und EAM bei Banken und Versicherungen erscheint daher vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise – und der in den nächsten Jahren zu erwartenden Welle von Fusionen und Übernahmen im Bereich Financial Services – besonders sinnvoll. Bei Banken und Versicherungen bildet die IT das Rückgrat des Geschäfts. Gerade für die nach Fusionen anstehende Integration der IT und ihre Ausrichtung auf neue Geschäftsprozesse bieten EAM und Capability Map geeignete Planungsinstrumente. Denn Fusionen sollten genutzt werden, um eine ohnehin fällige Neuordnung der Geschäftsfunktionen von Fachabteilungen und IT von Grund auf für das neue Unternehmen durchzuführen – und die angesprochenen Redundanzen zu beseitigen.

So beurteilt Enterprise Architecture Management – nach Maßgabe der definierten Geschäftsfunktionen –, welche (IT-) Applikationen der zu verschmelzenden Unternehmen beizubehalten, zu rationalisieren, zu erweitern oder gegebenenfalls auszulagern sind. EAM entscheidet auch darüber, welche Applikationen neu entwickelt oder gekauft werden sollten. So kann EAM vielfältigen Nutzen entfalten, der sich in Kostenreduzierungen oder -vermeidungen, der Verkürzung von Entwicklungs- oder Einführungszyklen, Verbesserung der Time-to-market oder effizienteren Geschäftsprozessen zeigt. 

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