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FORTSETZUNG: Der feine Unterschied liegt in der IT
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Seine praktische Reife hat das EA-Modell zum Beispiel bei der AXA-Versicherung bewiesen. AXA hat über elf Jahre eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung ihrer Architektur-bezogenen Initiativen durchgeführt. Resultat: Einem Aufwand von 35 Millionen US-Dollar für Planungsentwicklung, Tests und Implementierung stand unter dem Strich ein Ergebnis von 55 Millionen US-Dollar gegenüber, weil auf überflüssige Software verzichtet werden konnte. 

Auch Daimler Financial Services hatte 2004, seinerzeit noch als DaimlerChrysler Financial Services, Enterprise Architecture Management eingeführt. Zuvor gab es keine einheitlichen Architekturstandards für die weltweit mehr als 40 lokalen IT-Einheiten mit über 800 IT-Mitarbeitern, die für mehrere hundert unterschiedliche Applikationen verantwortlich sind. Mithilfe von EAM lassen sich nun die IT-Kosten für einzelne Geschäftsprozesse exakt beziffern. Die Effizienz der IT in Prozessen und Applikationen ist auf diese Weise vergleich- und optimierbar.

EAM – eine permanente Aufgabe

Voraussetzung für jede Neugestaltung ist eine systematische Bestandsaufnahme der bestehenden IT-Landschaft und ihrer Applikationen, die genau diese Geschäftsprozesse unterstützen. Die Herausforderung ist, die einzelnen Schichten einer Unternehmensstruktur so zu definieren und ihre Elemente so miteinander zu verbinden, dass alle relevanten Adressaten eine gemeinsame Basis zur Verständigung haben. Nur dann lassen sich in komplexen, interdependenten Systemen Änderungen planen und ihre Folgen analysieren: Wo und wie wirkt sich beispielsweise eine Reduktion von 1500 auf 1200 Geschäftsstellen aus? Welche Folgen hat etwa die Migration von zwei unterschiedlichen Systemen auf eine einheitliche Schadenbearbeitungs-Software?

Da die Veränderungsgeschwindigkeit im Finanzdienstleistungsgeschäft stetig steigt und es immer schwieriger wird, Wettbewerbsvorteile zu erlangen und zu verteidigen, steigt der Bedarf an Planungsinstrumenten wie EAM und Capability Map. Der Schlüssel für den langfristigen Erfolg besteht in einer anpassungsfähigen IT-Architektur, die die sich ändernden Anforderungen des Marktes an die Geschäftsprozesse erfüllen kann. Enterprise Architecture Management ist daher keine einmalige Aufgabe, sondern vielmehr die dauernde Fortschreibung eines Ist-Zustandes, um die Infrastruktur eines Unternehmens flexibel zu gestalten und langfristig zu optimieren.

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