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FORTSETZUNG: Der gläserne Kunde
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Datenschutz bietet Netzbetreibern eine Chance zur Differenzierung

In Anbetracht dieser vielfältigen Zugriffsmöglichkeiten auf private Kundendaten durch Dritte stellt sich die Frage, was ein Kunde zum wirkungsvollen Schutz seiner Daten tun und wie ein Netzbetreiber ihn dabei unterstützen kann.

Ein vorsätzlicher Missbrauch von Nutzerdaten durch Netzbetreiber kann ausgeschlossen werden, denn es existiert eine wirksame Kontrolle über die Einhaltung geltender Gesetze, zum Beispiel des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Deutschland. Dieses regelt detailliert, welche Daten zu welchem Zweck eingesetzt werden dürfen. Datenschutzbeauftragte der Unternehmen sind gegenüber den Regulierungsbehörden rechenschaftspflichtig.

Problematisch ist nur die unkontrollierte Erhebung und Nutzung von Daten durch Unternehmen oder Privatpersonen, die nicht unter die entsprechende Gesetzgebung fallen beziehungsweise keiner Kontrolle unterliegen. Wie aus vorhergehenden Abschnitten ersichtlich, ist die Zahl dieser Datennutzer und -verwerter durch die weite Verbreitung von Applikationen auf mobilen Endgeräten und deren Nutzung des globalen Internets sprunghaft angestiegen.

Netzbetreibern bietet sich hier eine Chance zur Differenzierung von den Mitwettbewerbern, indem sie gezielt auf die Datenschutzbedenken der Kunden eingehen. Schließlich ist die überwiegende Zahl der Menschen nicht bereit, ihre Daten freiwillig preiszugeben geschweige denn auf verschiedenen, intransparenten Wegen im Web verbreitet zu wissen.

Zur Unterstützung des Kunden bieten sich dem Netzbetreiber drei grundsätzliche Wege: technische Maßnahmen, rechtliche Vorkehrungen und eine Sensibilisierung der Nutzer.

Die technischen Maßnahmen zielen darauf ab, die ungewollte Preisgabe von Daten einzuschränken beziehungsweise dem Nutzer Kontrolle über die versandten Daten zu geben. So können Netzbetreiber, die auch Kontrolle über das Handy oder die Applikationen haben, verschiedene Gerätedaten wie Modellname, Seriennummer, eindeutige Netzwerkadresse, IMEI4  oder ICCID5 vor unberechtigtem Zugriff schützen. Wenn das Handy über ein WLAN verbunden ist, dann sollten die Daten standardmäßig über einen VPN Tunnel gesichert werden und eventuell eine Firewall die Zahl der nutzbaren Kommunikationskanäle beschränken. Die Nutzung von Positionsdaten eines Handys durch eine Applikation sollte dem Handynutzer transparent gemacht werden, indem zum Beispiel jeder Zugriff bestätigt werden muss und die Liste der Zugriffe später ausgewertet werden kann.

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