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FORTSETZUNG: Der gläserne Kunde
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Um zusätzlich Informationen über die vom Kunden erfahrene Dienstequalität zu erhalten, gibt es die Möglichkeit, ereignisgesteuerte Umfragen durchzuführen. Hierbei wird dem Kunden beispielsweise nach einem erfolgreichen Telefonat eine SMS gesendet, mit der er Fragen bezüglich der erlebten Dienstequalität beantworten soll. Automatisiert wird dies auch von Anwendungen auf dem Endgerät vorgenommen. So ist beispielsweise ein hoher Anteil des Datenaufkommens eines IPhones auf die Übermittlung von Anwendungsdaten zurückzuführen.

Aktuelle Datenverwendung zielt auf Überwachung und Qualitätsverbesserung

Netz- und personenbezogene Daten werden meistens zweck­bezogen erfasst.  Grundlage für den Netzbetrieb sind die netz­bezogenen Daten, die von den Netzelementen erfasst werden. Sie werden derzeit genutzt, um kontinuierlich das Netz zu überwachen, Fehler zu beheben und das Netz technisch zu optimieren. Für die Kapazitätsplanung und für die Planung des langfristigen Netzausbaus werden zusätzlich noch Markt- und Nutzerdaten verwendet, um einen bedarfsgerechten Netzausbau zu gewährleisten.

Die Netzqualität wird im Allgemeinen mit Hilfe von Daten aus dem Netzmanagementsystem unter Zuhilfenahme von Drive Tests sowie Kundenbeschwerden analysiert. Die Korrelation dieser Daten hilft zu ermitteln, wie der Kunde überhaupt die von den Netzelementen gemeldete Dienstequalität wahrnimmt. Denn nicht immer stimmt die Kundenwahrnehmung mit der Netzsicht überein. Somit lässt sich die Netzqualität gezielt dort verbessern, wo dies für den Kunden auch spürbar wird beziehungsweise wo es für eine Erhöhung der Zufriedenheit bestimmter Kundengruppen überhaupt erforderlich ist.

Mit Hilfe der Deep Packet Inspection lässt sich das Bandbreitenmanagement weiter verbessern, indem gezielt bestimmte Dienste im Netz priorisiert oder benachteiligt werden, wie das Beispiel unterdrückter VoIP-Dienste in Mobilfunknetzen zeigt. Aber auch eine unterschiedliche Bepreisung einzelner Elemente einer Web-Seite, zum Beispiel ein auf der Web-Seite integriertes Video, ist möglich – bis hin zur gezielten Blockierung und damit Zensur bestimmter Web-Inhalte.

Auf Basis dieser Informationen lassen sich aber auch verhaltens­orientierte Werbesysteme implementieren, die die Gewohnheiten der Kunden analysieren und entsprechend geeignete Werbebotschaften versenden. British Telecom hat ein solches System unter der Bezeichnung „Phorm“ bereits implementiert, verzichtet aber aufgrund einer Klage der EU gegen Großbritannien wegen der Verletzung der EU-Datenschutzvorschriften bis auf weiteres auf dessen Einsatz.

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