Grundlage für die kontinuierliche Optimierung des Diensteangebots sowie für die Entwicklung der langfristigen Marktstrategie sind kundenbezogene Informationen aus dem Abrechnungs- und dem Customer Relationship Management System. Die Analyse der aktuellen Dienstenutzung durch die Kunden, differenziert nach Markt- und Kundensegmenten, erlaubt dabei insbesondere eine langfristige Prognose über die zu erwartende Nutzungsentwicklung unter Berücksichtigung der zukünftig zu erwartenden Endgeräteverteilung.
Komplettiert werden diese im Netz und vom Kunden erhobenen Daten durch verschiedene Geodaten wie Landnutzungsdaten und Höhendaten. Marktanalysen greifen oft auf soziodemografische Daten wie Alter und Kaufkraft zurück. Ihre Ergebnisse werden für die räumliche Planung, Koordination und Überwachung kundenorientierter Marktaktivitäten sowie für die Netzausbauplanung verwendet. Die dabei verwendeten Methoden und Hilfsmittel lassen sich unter dem Begriff „Geomarketing“ zusammenfassen.
Eine Kombination und Korrelation der netzbezogenen und kundenbezogenen Sichtweise findet aber in der Regel nur sehr eingeschränkt statt. Gründe hierfür sind zum einen die große Menge an Datenquellen und deren Informationen, die nur schwierig miteinander vergleichbar sind, sowie die Komplexität der Analysen. Zum anderen war bisher die getrennte Betrachtung für den Betrieb und die Planung des Mobilfunknetzes ausreichend: Der Netzbetrieb stützt sich dabei auf Messungen der Netzelemente. Die Ermittlung des langfristigen Absatzpotenzials basiert auf kundenbezogenen Daten, die netzelementunabhängig sind und keine Informationen über die räumliche Verteilung der Verkehrsquellen zulässt.
Bereits für die langfristige Netzausbauplanung ist jedoch eine räumliche Prognose des zu erwartenden Verkehrs erforderlich. So beruht insbesondere die Prognose des Marktpotenzials typischerweise auf Daten wie Umsatz, Kundensegmente, Dienstenutzung, Demografie, Kaufkraft, Haushaltsgröße, Penetration. Diese Daten werden einer Rechnungsanschrift zugeordnet und lassen so eine genaue Prognose des Marktpotenzials zu. Die räumliche Verteilung der Nutzung der Dienste kann jedoch nicht mit Hilfe dieser Daten abgeschätzt werden, da die Kunden die Dienste typischerweise mobil und damit nicht an dem Ort ihrer Rechnungsanschrift nutzen. Messungen im Netz geben hingegen Auskunft über die räumliche Verteilung der Dienstenachfrage und des entsprechenden Nachfragewachstums, erlauben jedoch keine Rückschlüsse auf die Rechungsanschrift und damit den Kunden.
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