Mitarbeiter sind in der „Krise“ in Vorleistung gegangen
Es liegt nun an den Unternehmen, in die eigene Organisation und das Engagement und Potenzial ihrer Mitarbeiter zu investieren, um Nachhaltigkeit zu erzeugen. Dafür sind die entsprechenden Vorraussetzungen zu schaffen. Eine nachhaltige Sicherung von Mitarbeiter-Engagement und -zufriedenheit erfordert aber ein Umdenken in den Unternehmen. Wollen Unternehmen das Mitarbeiter-Engagement für den Geschäftserfolg nachhaltig auf hohem Niveau sichern, müssen Top-Manager, direkte Führungskräfte und Personalabteilungen das Spannungsfeld aus Verantwortung, Flexibilität und Differenzierung konkret analysieren und geeignete Lösungswege aufzeigen.
Um auch in der Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu sichern, reicht es deshalb nicht mehr aus, eine Differenzierung über Produkte und Dienstleistungen anzustreben. Vielmehr werden die Formen der Zusammenarbeit von unterschiedlichen Unternehmensteilen zu einem strategischen Erfolgsfaktor. Insbesondere die Leichtigkeit im Umgang mit der Globalisierung, der Nutzung des globalen Arbeitsmarktes und die Konzentration auf Grenz- und Kulturraum überspannende Arbeits- und Kapazitätsverteilung und Produktionsoptimierung werden zum Hauptdifferenzierungsfaktor der Zukunft. Technologie und das „globale“ Dorf werden realzeitfähige Konsultationssysteme forcieren und die Unternehmensdemokratie entscheidend beeinflussen.
Eine intakte und wertebasierte Unternehmenskultur ist ein Garant für die Lösungsfähigkeit dieser Herausforderungen, wird aber vielfach als Differenzierungsmerkmal noch nicht ausreichend genutzt.
Was organisatorische Unternehmenskultur eigentlich bedeutet
„Organisationskultur ist die Sammlung von Traditionen, Werten, Regeln, Glaubenssätzen und Haltungen, die einen durchgehenden Kontext für alles bilden, was in der Organisation getan und gedacht wird.“ (McLean and Marshall) – oder auch einfach ausgedrückt: „So machen wir das hier.“ (Bright and Parkin).
In der Umsetzung in Organisationen bedeutet dies insbesondere die Berücksichtigung der Details, die hinter den Auffassungen und Glaubensätzen (Kultur-Psychologie) steht: Wie und warum Menschen so denken, wie sie denken und damit zu den kulturprägenden Reaktionen und Verhaltensweisen beitragen.
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