Insourcing aller im Zusammenhang stehenden Aktivitäten in ein Shared Service Center, das in der Lage ist, aufgrund der Skaleneffekte Dienste zu niedrigen Stückkosten zu erbringen und gleichzeitig gewährleistet, dass wichtige Geschäftsinformationen nicht nach außen kommuniziert werden.
Zusammen mit einem Partner, der sich auf Transaktionsverarbeitung spezialisiert hat, ein Joint Venture errichten und damit ein neues Unternehmen gründen, in das das bestehende transaktionsverarbeitende Personal versetzt wird. Dies würde den Vorteil haben, einen Teil der CFO-Kosten variabler zu gestalten und dem CFO ermöglichen, das neue Unternehmen mit deutlich formulierten SLAs zu überlagern und somit Kostensenkungs- und Leistungsverbesserungsprogramme mit einem externen Management für die „Schmutzarbeit“ leichter durchführbar zu machen. Darüber hinaus könnte neues Fachwissen einfließen, die verbleibende CFO-Abteilung wäre kleiner und leichter lenkbar. Gleichzeitig hätte es den Vorteil, dass das Joint-Venture zu 50 Prozent dem Unternehmen gehören würde und seine internen Strukturen und der Betrieb somit weiterhin in einem gewissen Umfang unter dem Einfluss des Unternehmens stünden.
Die gesamte Transaktionsverarbeitung an einen Drittlieferanten auszusourcen, der die gesamte Wertschöpfungskette mit klar formulierten SLAs für weniger Geld erbringen kann. Die CFOs sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass das Management der Service Levels spezielles Fachwissen erfordert, das nicht unbedingt Bestandteil einer CFO-Abteilung, aber der Schlüssel für erfolgreiches Outsourcing ist. Weiterhin gilt es zu beachten, dass eine Reintegration bei hohen Kosten wahrschein-lich wird.
CFOs sollten ebenfalls „Cloud Computing“ als Sonderfall des Outsourcing in Erwägung ziehen, das zum Beispiel von Google, Amazon, IBM und Microsoft angeboten wird. Cloud Computing ist eine re-branded Form von Utility Computing, bei der Rechenleistungen zu einer Dienstleistung werden, die einfach abrufbar ist. Cloud Computing bedeutet jedoch nicht, dass das Management der Datenzentren abgegeben wird. Vielmehr geht es darum, standardisierte IT-Leistungen (Arbeitsspeicher, Speicherkapazität, Rechenleistung, Software) nach Bedarf über das Internet zu beziehen, die nach Verbrauch abgerechnet werden. Auf diese Weise könnte es den CFOs gelingen, ihre Server und ihr Anlagevermögen zu reduzieren oder völlig abzustoßen und einen virtualisierten Pool von Rechenleistungsressourcen über eine Schnittstelle – in der Bedienung ähnlich einem Webbrowser – anzuzapfen. Daraus resultiert, dass Investitionsausgaben und betriebliche Aufwendungen für IT-Ressourcen, die sich auf die CFO-Abteilung beziehen, drastisch gesenkt werden können. Die Herausforderungen des klassischen Outsourcings bleiben jedoch bestehen: Outsourcing erfordert starke Governance und klar strukturierte Prozesse!
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