DMR Magazin - Logo and Navigation

content area

FORTSETZUNG: Die Graswurzel-Innovation
Schrift: - +

Dritte als Dienstanbieter würden in diesem Ökosystem ebenfalls ihren Platz finden. Die Bandbreite dieser Provider könnte sich von Web-Playern – wie Facebook und Skype – bis hin zu herkömmlichen Nicht-IT Unternehmen – beispielsweise Energieversorger – erstrecken. Eine Möglichkeit wäre, ihre aktuellen Angebote mit den Diensten existierender Netzbetreiber oder anderer Dritter zu verknüpfen. Der zentrale Aspekt in diesem Zusammenhang ist das Monetisierungspotenzial, da viele Dienste schnell zum Massenprodukt werden und der Zugriff auf direkte Umsatzströme schwierig ist. Das Angebot für den Endverbraucher könnte ein White-Label-Produkt oder auch ein Markenprodukt des Netzbetreibers sein. Die Herausforderung bei diesem Arrangement liegt darin, sicherzustellen, dass der Markenwert jeder einzelnen Partei erhalten bleibt und dass sie einen fairen Anteil des generierten Umsatzes erhält. Beispiele von Diensten, die von einem solchen Arrangement ­profitieren könnten, sind Content-, Kommunikations-, Handels- und ­Social-Network-Plattformen.

Der eigentliche Nutznießer würde letztendlich der Endverbraucher sein. Er würde von einem reichhaltigen Service-Angebot profitieren, das sich auf die unterschiedlichsten Geräte ­erstreckt und auf das über eine ansprechende, nutzerfreundliche Schnittstelle zugegriffen werden kann. Die Dienste würden auf ­einfache und sichere Weise verfügbar gemacht werden.  Sie ­wären, ­unterstützt durch den Netzbetreiber, für den Verbraucher überall verfügbar, egal ob von zu Hause, im Büro oder von unterwegs. Entwirft man ein Zukunftsszenario, so kann man sich ebenfalls vorstellen, dass der Verbraucher zum aktiven Content-Erzeuger wird; die Anfänge hierfür gehen auf den UGC-Bereich zurück. Hiermit würde sich der Kreis des gesamten Ökosystems schließen.

Die Plattform – das A und O

Die Plattform, die der Netz betreiber Entwicklern und Dritten anbietet, ist universal verwendbar – eine einheitliche Plattform für Handel, Content, Kommunikation und andere Vertikale. Im Hinblick auf Design und Implementierung einer solchen Enabling Plattform ist dies eine zentrale Überlegung. Traditionell sind die Netzbetreiber in diesen Vertikalen erfolgreich, doch dieser Erfolg ließ sich nicht reibungslos auf die Bereiche übertragen, die ein Zusammenwirken zwischen unterschiedlichen Vertikalen erfordern. Es sollte jedoch hervorgehoben werden, dass die Herausforderungen hier nicht nur rein technischer Natur sind, sondern zu einem großen Teil auf die bestehende Organisationsstruktur zurückzuführen sind. Die Organisation vieler Betreiber war in der Vergangenheit durch vertikale Silo-Strukturen gekennzeichnet und die Integration in unterschiedliche Service-Segmente ist zumeist ein langer und auch schmerzhafter Prozess. Die Plattform dient nicht nur zur Integration externer Partner, sondern kann auch von den Betreibern selbst für die Entwicklung neuer gebündelter, konvergierender und umfassender Dienste genutzt werden. Bei den in dieser Plattform enthaltenen Service-Elementen handelt es sich um wiederverwendbare Komponenten, die sich leicht einbinden lassen und zu Endanwenderdiensten zusammengestellt werden können. Dies würde auch das Hinzufügen neuer Vertikaler wie M2M ermöglichen, ohne dass die Entwicklung und Implementierung einer völlig neuen Plattform erforderlich wäre.

Weiter
Artikel bewerten
(5 Bewertungen)

Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5 Seite 6 Seite 7 Seite 8 Seite 9 Seite 10 Seite 11 Seite 12 Seite 13

marginal box area

Social Bookmarking

Social Bookmarking Social Bookmarking          

RSS Feeds

RSS Feeds RSS Feeds          

footer area navigation