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FORTSETZUNG: Die Graswurzel-Innovation
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Voranstrebende Netzbetreiber könnten ihr aktuelles Leistungs­angebot in Richtung der Infrastruktur als Service (IAAS) und Software als Service (SAAS) erweitern, Dritten anbieten und so für ihre Endanwender zusätzlichen Wertzuwachs schaffen. Die Mehrzahl der „Tier 1“-Telcos betreibt bereits ihre eigenen Rechenzentren und könnte deren Auslastung durch Unterbringung der Long Tail-Entwickler-Applikationen erheblich erhöhen. Obwohl es Unternehmen gibt, die ausschließlich in diesem Umfeld tätig sind, könnte der Netzbetreiber dies als Single-Sourcing-Lösung nutzen, die sowohl Hosting- als auch Verarbeitungskapazitäten beinhaltet und eine Netzinfrastruktur bietet.

Prozessorientiert: Einer der wichtigsten, aber häufig vernach­lässigten Aspekte der gesamten Strategie zur Einbindung Dritter ist die Restrukturierung interner Prozesse innerhalb des Unternehmens. Netzbetreiber waren bislang als Stand-Alone-Unternehmen tätig, und wenn sie mit externen Parteien kooperierten, ging es primär darum, deren Lösungen zu beziehen und in das eigene Portfolio zu integrieren. Der Prozess der Produktentwicklung war stark strukturiert und die Produkte wurden vor der Freigabe einem rigorosen (und häufig zeitaufwändigen) Prüfprozess unterzogen.  

Die Zusammenarbeit mit Dritt-Providern, insbesondere aus dem Internet-Umfeld, erfordert ein Umdenken in Bezug auf bestehende Prozesse und Methoden, damit diese in Einklang mit den Ansätzen der Web 2.0-Welt gebracht werden können. Um  dieses Geschäft voranzutreiben und es von dem herkömmlichen Betrieb zu trennen, haben sich einige Betreiber zur Errichtung einer unabhängigen Betriebseinheit entschlossen. Obwohl hierdurch eine stärkere Akzeptanz ermöglicht wird, kann sich innerhalb des Unternehmens durchaus ein gewisser Grad der Abspaltung ergeben und damit ein grundsätzlicher Konflikt. Ein denkbarer Ansatz wäre, als unabhängiges Unternehmen mit einem gut geplanten Migrationspfad zur Integration in das Kerngeschäft zu beginnen. Dies würde ebenfalls die Umgestaltung der gegenwärtigen Projektmanagement-Rollen in vollständige Service-generierende Funktionen ermöglichen. Die internen Ressourcen würden mit den externen Parteien kooperieren, um neue Produkte und Dienste zu entwickeln, zu testen und auf den Markt zu bringen. Zur Eliminierung starrer Hierarchien, die eventuell bei dem Betreiber etabliert werden, wird zur Unterstützung aller Parteien die Anwendung von Richtlinien sowie eine dezentralisierte Governance empfohlen.

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