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FORTSETZUNG: Die Mischung macht's
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Wenn man diese Ecosystem-Perspektive einnimmt, kann man gedanklich einen Schritt zurücktreten und ein komplexes ­System nicht als Hierarchie, sondern als Netzwerk ­kooperierender, gleichberechtigter Einheiten modellieren, das keiner strengen hierarchischen Kontrolle folgt, sondern einem Satz an Regeln für die Zusammenarbeit zwischen den ­beteiligten Servicekomponenten. Damit ergeben sich neue ­Formen des ­Systemdesigns, die als Mashups im Folgenden diskutiert ­werden.

Mashups bieten Unkompliziertheit aus der Web 2.0-Philosophie   

SOA und BPA sind mächtige Werkzeuge für die Gestaltung komplexer Unternehmensanwendungen. Sie setzen aber auch umfangreiches Fachwissen und lange Erfahrung bei der Entwicklung voraus. Typische Merkmale einer qualitätsgesicherten Entwicklung sind ein phasen-orientiertes Entwicklungsmodell, die klare Rollenteilung zwischen Business Analysten, Architekten, Codierern und Testern, ein umfassendes Anforderungs- und Changemanagement, stringente Test- und Abnahme-Prozeduren, eine vollständige Dokumentation und die zuverlässige Versions- und Konfigurationskontrolle.

Hohe Qualität hat aber auch ihre Schattenseiten. Der Nachteil dieser „heavy metal“ Entwicklungsprozesse sind eine geringe Anzahl von Lieferzyklen (Releases) pro Jahr, mangelnde Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit.    

Gibt es andere Wege, um diese Nachteile zu umgehen? Wie können Geschäftsprozesse flexibler automatisiert werden, Änderungen in Tagen und nicht in Monaten implementiert werden? Wie können die Mitarbeiter eines Unternehmens im Sinne des „Empowerment“ in die Gestaltung der Prozessautomatisierung eingebunden werden?

Web 2.0 zeigt eine neue Richtung auf: „Mashups“ sind dort ein beliebtes Hilfsmittel, um aus Kombinationen verschiedener, im Web verfügbarer Inhalte und Funktionen neue Applikationen zu bauen. Inhalte aus dem Web, wie Text, Daten, Bilder oder Videos, werden als Collage neu kombiniert. Dabei nutzen die Mashups offengelegte Programmierschnittstellen (APIs), die andere Web-Anwendungen zur Verfügung stellen. Google oder Amazon sind zwei Unternehmen, die gut dokumentierte APIs für Suchaufgaben bereitstellen. So können zum Beispiel Anbieter von Webseiten über die API von Google Maps Landkarten und Satellitenfotos in die eigenen Webseite integrieren. Auch die API von Flickr oder YouTube wird oft genutzt, um Fotos beziehungsweise Videos in neue Anwendungen einzubinden. Viele Mashups haben noch den Charakter von Experimenten, andere werden kommerziell eingesetzt, zum Beispiel wenn ein Hotel seine Anfahrtsbeschreibung auf der Website über ein Mashup mit einem Kartografieanbieter realisiert.    
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