Mashups findet man nicht nur auf Websites, sondern auch in verschiedenen Varianten auf anderen Plattformen. Hersteller von Portal-Software haben unter Namen wie Widgets, Gadgets oder Portlets Mechanismen implementiert, mit denen Informationsbausteine (Kennzahlen, Links, Wetter, Nachrichten) in einem Unternehmensportal benutzerspezifisch arrangiert werden können. Microsoft bietet mit seiner Sidebar-Funktionen ähnliche Möglichkeiten auf dem Desktop.
Die Web 2.0-Philosophie stellt eine weitere Eigenschaft von Mashups in den Vordergrund: einfache Kombination von Basiselementen aus einer Sammlung (Repository), möglichst ohne Programmierkenntnisse. Dazu gibt es eine Reihe von Werkzeugen, die sich an den Anwender richten und nicht an den Programmierer.
Business Mashups vereinfachen den Informationsfluss im Unternehmen
Ist das Konzept der Mashups auch auf Unternehmen übertragbar? Ziel ist es, den richtigen Personen im Unternehmen notwendige Informationen zum geeigneten Zeit verfügbar zu machen. Business Mashups sollen kollaborative Prozesse und Workflows im Unternehmen unterstützen und Aktivitäten von Teams oder Systemen koordinieren. Business Mashups müssen die Bedürfnisse von Nutzern im Unternehmen erfüllen, sollen sich aber schneller und besser an die Bedürfnisse anpassen, als es traditionelle Applikationen können. Dies ist möglich, da die Assemblierung durch geeignete Softwarewerkzeuge direkt in die Hände der (geschulten) Nutzer gelegt wird:
Der Fokus liegt auf der Bereitstellung und Kombination von Informationen und der Automatisierung kollaborativer Prozesse. Das Mashup bietet bei der Automatisierung von Prozessen jederzeit Kontrolle durch Statusinformationen und Reportingmöglichkeiten. Anstatt Codes zu schreiben, assemblieren die Nutzer ihre Mashups aus vorhandenen Baustein-Bibliotheken mit Hilfe einer Designapplikation, die umfangreiche visuelle Hilfsmittel zur Gestaltung der Workflows bietet. Nachdem das Mashup zusammengestellt wurde, kann es auf einem zentralen Server publiziert werden. Das Mashup steht damit dem vorgesehenen Nutzerkreis zur Verfügung und kann ausgeführt werden. Die Nutzung geschieht durch Aufruf des Mashups in einem Webbrowser, sei es am Arbeitspatz oder unterwegs von einem Laptop oder einem Internetfähigen Mobiltelefon. Der Mashup Server greift auf die Services zu, die im SOA-Ecosystem des Unternehmens verfügbar sind. Er nutzt eine Business Process Engine zur Ausführung der vom Nutzer definierten Workflows. Die Ausführung steht unter der Kontrolle einer Business Activity Monitoring-Funktion.Weiter