DMR | Detecon Management Report
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Dienstleistungen in Partnerschaften messbar machen
SLAs und KPIs als Mittel transparenter Aufgabendefinitionen
Der Übergang von vertikal integrierten Strukturen auf konvergente Plattformen mit horizontaler Struktur bedingt einen grundlegenden Wandel der operativen Prozesse und Organisationen der Netzbetreiber. Anstelle eines auf die komplette Wertschöpfungskette optimierten Bereitstellungsprozesses tritt ein multi-sourcing der Managed Services und eine folgerichtige, mikro-ökonomische Optimierung der horizontalen Player. Schlüssel hierfür sind die jeweiligen Schnittstellen zwischen Infrastruktur, Produktentwicklung sowie Vertrieb und eine klare Beschreibung anhand von Service-Level-Agreements (SLA) und Key-Performance-Indicators (KPI). Der vorliegende Artikel beschreibt einen Ansatz für eine zielgerichtete Ausgestaltung von SLAs und KPIs für den Betrieb konvergenter Netze und damit zusammenhängender Konzepte der Bereitstellung von Managed Network Services.
Historie
TK-Netzbetreiber bildeten lange Zeit innerhalb der Organisationsstruktur für den Betrieb ihrer Netz-Plattformen alle notwendigen Aufgabenbereiche des „Plan", „Build" und „Run" als vertikale Fachlinien ab. Das Gleiche galt für die Produkt- und Dienste-Entwicklung sowie für die Vertriebsorganisation. Innerhalb der Unternehmensstruktur führte die IT trotz erkennbarer Gemeinsamkeiten bei Hardware und Applikationen ein losgelöstes Eigenleben. Diese Parallelität drückte sich häufig so aus, dass ein CTO in Verantwortung war für alles, was als TK-Netz bezeichnet wurde und ein CIO für das, was „zweifelsfrei" zur IT gezählt werden konnte. Insbesondere die Netz-Infrastruktur als Produktionsplattform wurde zu den eigenen Kern-Kompetenzen gezählt, die es zu hüten und zu pflegen galt. Die Frage, „make or buy" wurde prinzipiell nicht gestellt und musste auch mit „make" beantwortet werden, solange kein externer Anbieter die entsprechende Aufgabe besser oder effizienter lösen konnte. Selbst unternehmensinterne Synergien zwischen TK und IT wurden nicht genutzt.
Gegenwart
Mit der Etablierung neuer Technologien (Stichwort All-IP) wachsen die TK- und IT-Welten faktisch über Nacht technologisch zusammen. Auch die Aufteilung in Mobil- oder Festnetz bzw. Sprach- und Datennetze verliert an Bedeutung. Erfahrungsgemäß kann allerdings die Umstellung von Unternehmensstrukturen länger dauern als der sie verursachende Technologiewechsel. Somit ist in den meisten Unternehmen der Telekommunikation immer noch die klassische Aufgabentrennung nach den vorgenannten Kriterien zu finden. Pläne zur organisatorischen Anpassung an neue Technologien sind aber unverkennbar. Die wirklichen Möglichkeiten neuer Netztechnologien, wie z.B. synergetische Infrastrukturnutzung sowohl innerhalb eines TK-Unternehmens als auch virtuell über Unternehmensgrenzen hinaus, stehen aber erst am Anfang.
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