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Cross-Media Plattformen als Basis für neue Geschäftsmodelle in der Medienindustrie



Aus heutigen Verlegern, Rundfunkanbietern und Multimediadienstleistern werden Medienanbieter, die ihre Inhalte über die verschiedenen Plattformen TV, Radio, PC, Handy und Print verteilen. Um die Inhalte mehrfach, kundenkanalübergreifend und wirtschaftlich zu nutzen, müssen heute vielfach noch getrennt ablaufende Prozesse vernetzt werden. Technische Grundlage dafür ist die Einrichtung einer einheitlichen, vernetzten Cross-Media-Platform. Auf dieser Basis fußen Geschäftsmodelle, die Unternehmen neue Teile der Wertschöpfungskette besetzen lassen.

Die verstärkte Nutzung der Informationstechnologien bei der Produktion und Distribution verändert den Medien- und Telekommunikationsmarkt. Internet-Protokoll-Fernsehen (IPTV), mobiles Fernsehen oder hochauflösendes Fernsehen (HDTV) steigern die Dynamik im Markt erheblich. Im Vergleich zur Situation vor einigen Jahren ist die technologische Markteintrittsbarriere für neue Teilnehmer erheblich niedriger. Starke Marken außerhalb der traditionellen Medienindustrie wie Google und Amazon drängen bereits in den Markt, in dem in Zukunft ein Verdrängungswettbewerb stattfinden wird. Telekommunika­tionsunternehmen und Kabelnetzbetreiber setzen seit einiger Zeit auf integrierte Triple Play-Services, die Telefon-, Internet-Dienste und Fernsehen miteinander verbinden. Alleinstellungsmerkmale im Leistungsportfolio und verstärkte Kundenorientierung werden daher immer mehr zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil für Medienunternehmen. 

Kunden picken Rosinen aus reichhaltigem Medien-­Angebot 

Bis 2011 werden etwa 30 Millionen Haushalte in Deutschland Breitbandzugang zum Internet haben. Diese Kunden können auf vielfältige neue Medienangebote zugreifen, wie zum Bei-spiel die Web TV-Plattform sevenload, YouTube™, die ZDFmediathek in Deutschland oder den peer-to-peer TV-Anbieter Zattoo, die alle im Wesentlichen der Distribution von Filmen und Video-Daten dienen.  

Die Akzeptanz des Internet nimmt weiter zu, seine Nutzer werden immer versierter bei der Beschaffung von Informationen und Inhalten. Die steigende Anzahl unterschiedlicher Medien­angebote und die vielfältigen Zugangsmöglichkeiten über TV, Radio, Internet oder Mobiltelefon nutzen die Kunden zu einer gezielten Auswahl der angebotenen Inhalte in unterschiedlichen Formaten von verschiedenen Anbietern. Diese neu gewonnene Souveränität der Kunden führt zu einer Fragmentierung der Nachfrage. Die Nutzer bestimmen immer mehr selbst, welche einzelnen Teile des Content-Angebotes sie von welchem Anbieter konsumieren – der Verkäufermarkt wandelt sich zum Käufer­markt.  

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