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FORTSETZUNG: Entwicklungen im Videospiel-Vertrieb
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Von den meisten Non-Gaming-Unternehmen, die in der Gaming-Branche um ihr Überleben kämpfen müssen, bildet der Apple-Konzern, der es geschafft hat, Millionen von Spiele-Downloads über seinen AppStore zu vertreiben, eine Ausnahme. Diese Strategie ist jedoch nur erfolgreich, weil sie ausschließlich Mobile Gaming beinhaltet, extrem einfach und benutzerfreundlich ist und Apple es vermeidet, seinen Content über externe Anbieter zu beziehen, sondern ausschließlich Spiele der eigenen Entwickler-Community anbietet. Auch wenn Apple mit dieser Strategie sehr erfolgreich war, bedeutet das nicht, dass Carrier sich derselben Methode bedienen können. Anbieter müssen sich Gedanken über die Kompatibilität vieler Endgeräte machen und werden daher Schwierigkeiten beim Aufbau einer Entwickler-Community haben, die bereit ist, Spiele selbst dann für sie zu entwickeln, wenn sie eine Application Storefront errichten. Außerdem wird es aufgrund der Kompatibilitätsprobleme für Carrier schwierig sein, den Prozess des Kaufens und Spielens von Games so leicht wie auf dem iPhone zu gestalten. Aus diesen Gründen sollten Carrier Abstand davon nehmen, Gaming Content direkt über ein Portal oder eine Application Storefront zu aggregieren.  

Aber einen Dienst, nämlich Non-Gaming-Content, könnten die Carrier doch über ein Portal anbieten, und zwar speziell dann, wenn die Konsolen-Hersteller in einigen Ländern keine spezielle Art von Content anbieten. Die Videoload-Plattform der Deutschen Telekom ermöglicht beispielsweise ihren Subscribern den Zugriff auf Video-On-Demand-Dienste. Da Netflix von Xbox Live nicht außerhalb der USA angeboten wird, wäre das für Carrier wie Deutsche Telekom eine hervorragende Möglichkeit, ihre eigenen VOD-Dienste über diese Konsole anzubieten. Diese Strategie könnte sich speziell in den Entwicklungsländern als erfolgreich erweisen, in denen Dienste wie Hulu und Netflix nicht angeboten werden. Carrier in diesen Ländern können ihren eigenen VOD- oder Musik-Streaming-Service starten und ihn dann in die Konsole integrieren. Auf diese Weise profitieren die Konsolen-Herstellervon dem Wissen über die  lokalen Medienmärkte der lokalen Carrier und die Carrier wiederrum profitieren von den wachsenden Absatzkanälen.  

Eine weitere, nicht empfehlenswerte Strategie für Carrier ist, sich als Content-Hosting-Partner zu positionieren. Auch wenn einige Telco-Anbieter gegebenenfalls über das Equipment und die Fähigkeit zur Ausübung dieser Rolle verfügen, wäre es alles andere als attraktiv für sie, weil der Content-Hosting-Markt bereits überschwemmt ist und die Masse an Wettbewerbern die Gewinnmargen nach unten treibt. Hinzu kommt, dass Microsoft, Nintendo und Sony bereits Content-Hosting-Lösungen anbieten, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch andere ersetzen wollen, es sei denn, dies wäre mit einem erheblichen Kostenvorteil verbunden.  

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