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Flexibilität aus der Wolke
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Flexibilität aus der Wolke

Cloud Computing – die zukünftige Form der ICT

Christoph Eikmeier, Dr. Volker Rieger, Erwin Weber

Es braut sich was zusammen im Internet. Immer mehr ICT-Dienste werden nicht mehr innerhalb des eigenen Unternehmens betrieben, sondern flexibel über das Web bezogen. Ob Kundendatenbank, Rechenpower oder CRM-Software – ein Internetzugang genügt, um Zugriff auf sämtliche Dienste zu erhalten. Dabei ist alles flexibel skalierbar. Bezahlt wird nur soviel, wie auch genutzt wird. Wer will, kann schon heute das Gros seiner Unternehmensanwendungen ins Web verlagern. Wird zukünftig also alles aus der „digitalen Wolke“ kommen?

Was heute schon alles aus der Wolke kommen kann, zeigt ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit. Milliarden von Menschen wollten dabei sein, als der neue amerikanische Präsident Barack Obama im Januar sein Amt antrat. Die Veranstaltung wurde live ins Internet gestreamt und von Hunderttausenden mitverfolgt. Tausende Hobby-Journalisten bloggten mobil via Facebook und Twitter ihre Erlebnisse, sozusagen als „Voter generated Content“. Unzählige Handynutzer berichteten ihren Verwandten und Freunden von der Veranstaltung.

Für ICT-Verantwortliche stellen Großereignisse wie dieses eine enorme Herausforderung dar. So hatte AT&T viele Millionen Dollar investieren müssen, um für diesen historischen Tag die Kapazitäten seines Mobilfunknetzes in der Umgebung von Washington um 80 Prozent zu erhöhen. Wäre es nicht schön, wenn man Lastspitzen, wie sie durch derartige Großereignisse oder beispielsweise breit angelegte Werbekampagnen entstehen, dadurch abfedern könnte, dass man jegliche dafür nötigen ICT-Ressourcen nach Bedarf mietet – und natürlich auch nur nutzungsabhängig zahlt? Hier kommt Cloud Computing ins Spiel. Mit Cloud Computing ist es möglich, ICT-Infrastrukturen und Anwendungen auf Zuruf temporär zu mieten und bedarfs­gerecht abzurechnen. Bei großem Benutzeransturm – wie dem Amtsantritt Obamas – werden automatisch mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt und nachher wieder zurückgefahren.

Die Wolkendecke lichten – ein Definitionsversuch  

Doch was genau ist unter Cloud Computing zu verstehen? Mehrere nebulöse Schlagwörter kursieren in diesem Zusammenhang, ohne dass sich deren genaue Bedeutungen und die Abhängigkeiten untereinander sofort erschließen. Daher soll die dichte Wolkendecke im Folgenden etwas gelichtet und der Versuch einer Begriffsbestimmung unternommen werden.

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