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Geldquelle oder schwarzes Loch?
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Geldquelle oder schwarzes Loch?

Erfolgsfaktoren und Stolpersteine im Innovationsprozess



Vier von fünf Produkteinführungen enden als Flop. Die Ursachen liegen in der mangelhaften Beachtung der wesentlichen Einflussfaktoren von Innovationen. In einer Kurzanalyse von Innovationen aus der ICT- und non-ICT-Branche werden fünf Kernthesen zum Innovationserfolg abgeleitet, um zu zeigen, wie die Wettbewerbsfähigkeit von Innovationen zu erhöhen ist. Im Fokus stehen wiederkehrende und regelmäßige Innovationsmuster, weil sie die Grundlage zur Identifikation von Erfolgsfaktoren und Stolpersteinen bilden.

Viele Innovationen treten erfolgsversprechend auf den Markt und enden dennoch zu zirka 80 Prozent als Flop. Diese Erfahrung blieb Carl Benz zum Glück erspart, als er 1886 sein dreirädriges „Fahrzeug mit Gasmotorenantrieb“ in Mannheim zum Patent anmeldete. Diesen Umstand hatte er aber lediglich seiner Frau zu verdanken, die ohne dessen Wissen sein Auto für einen Ausflug in das 80 Kilometer entfernte Pforzheim benutzte. Sie zog dabei die Aufmerksamkeit der deutschen Presse auf sich und bewies gleichzeitig, dass dieses Modell auch für das Zurücklegen von langen Strecken geeignet ist – der Durchbruch für Carl Benz war damit geschafft.  

Zahlreiche weitere, herausragende Erfolgsgeschichten von Produktinnovationen zeigen, dass eine Innovation nicht als Flop enden muss. Dazu zählt zum Beispiel auch der Blackberry von RIM, obwohl er zunächst nur auf das mobile e-Mailen ausgerichtet war, weshalb die amerikanischen Mobilfunkprovider ihn nicht in ihr Portfolio aufnehmen wollten. Allerdings kauften die Hersteller Telefonminuten ein und liehen einige Blackberry-Modelle an befreundete Manager an der New Yorker Wallstreet aus, worauf sich eine stetig wachsende Nachfrage entwickelte. Mit der Nachrüstung einer Telefonfunktion nahmen die Mobilfunkprovider den Blackberry in ihr Portfolio auf und die eigentliche Erfolgsgeschichte des Blackberrys begann.  

Damit sich Innovationen nicht zum „Schwarzen Loch“ entwickeln, welches lediglich Kapital verzehrt, sondern zu einer profitablen „Geldquelle“, werden fünf Kernhypothesen zum Innovationserfolg aufgestellt, welche auf einer detaillierten Analyse basieren. Die angesprochenen Kernhypothesen sind:

· Bei Produktinnovationen existieren bestimmte, wiederkehrende Muster.

· Diese Muster lassen sich in sinnvolle funktionale Einheiten clustern. Sie sind entweder ein Erfolgsfaktor oder ein Stolperstein und damit für den Erfolg oder Misserfolg von Innovationen verantwortlich.

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