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FORTSETZUNG: Generationswechsel
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Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, sich näher mit der grund­legenden Struktur eines Mobilfunknetzes zu beschäftigen. Ein erster Blick offenbart eine recht große Vielfalt von spezialisierten Netzknoten, die auf Basis von ausgereifter Hardware- und Softwaretechnologie uns bekannte Sprach- und Datendienste bereitstellen. Bestimmte Knoten bilden selbst wieder eine funktionale Gruppe. Ein Mobilfunknetz besteht also aus mehreren spezialisierten Teilnetzwerken, die optimal aufeinander abgestimmt sein müssen, damit dem Endkunden die größtmögliche Dienstqualität angeboten werden kann und dem Betreiber eine effiziente Bereitstellung dieser Dienste ermöglicht wird. Die Fähigkeit eines Netzwerkes zum Netzwerken ist sozusagen ­systeminhärent und letztlich ein Kennzeichen für System­effizienz aufgrund einer klar definierten Arbeitsteilung zwischen den einzelnen (Teil-)Netzen.  

Zusätzlich zeichnet sich die Telekommunikationswelt dadurch aus, dass der Wunsch, Dienste international kompatibel und betreiberübergreifend anzubieten, zu einer zwingend gebotenen Interoperabilität zwischen den Produkten der am Markt agierenden Infrastrukturhersteller führen muss. Diesen Anforderungen kann nur entsprochen werden, wenn eine strikte Standardisierung aller relevanten Austauschpunkte zwischen Netzwerkknoten beziehungsweise Teilnetzwerken gewährleistet ist. 

Die Erfolgsstory des GSM-Standards als weltweit dominierende Technologie der zweiten Generation verinnerlichte diese beiden Aspekte in vorbildlicher Weise. Dieser auf europäische Initiative unter dem Dach der ETSI zurückgehende Standard ist mittlerweile ein Bestandteil der 3GPP-Standardisierungsbewegung, in der sich neben der ETSI auch amerikanische, japanische und koreanische Gremien zusammengeschlossen haben. Aufgabe der 3GPP war und ist es, zukünftige mobile Breitbandtechnologien zu identifizieren, zu bewerten und schließlich die technisch und ökonomisch sinnvollste Lösung zu standardisieren. Die Standardisierung muss die Grundlage dafür schaffen, dass die in der anschließenden Umsetzungsphase entstehenden Produkte die notwendige und hinreichende Interoperabilität beherrschen.  

Wie der Name schon andeutet, war der ursprüngliche Gründungszweck der 3GPP-Organisation die Definition und Verabschiedung eines Mobilfunkstandards der dritten Generation. Die Zielsetzung des zu entwickelnden Standards war mit der Bereitstellung mobiler Datendienste mit Bandbreiten, wie sie bis dato nur mit drahtgebundenen Technologien erreicht werden konnten, sehr klar vorgegeben. Das Ergebnis war der UMTS-Standard, auf dessen Basis zu Anfang dieses Jahrtausends erste kommerzielle Netzwerke realisiert wurden.  

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