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FORTSETZUNG: Generationswechsel
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Evolution statt Revolution 

Trotz der angesprochenen vielfältigen Optionen und der ­Flexibilität, die bereits in der frühen Definition des 3G-Standards enthalten waren, um den Übergang möglichst sanft unter Einbeziehung des bereits bestehenden 2G-Netzes vonstatten gehen zu lassen, wurde die Einführung der 3G-Netze im Nachhinein als abrupt empfunden. Dies lag darin begründet, dass die Netze der dritten Generation parallel zu den 2G-Netzen aufgebaut und betrieben wurden. Das vom Standard her mögliche Synergiepotenzial der beiden Netze zum Netzwerken untereinander wurde nicht in dem Maße genutzt, wie es vielleicht möglich gewesen wäre. Einer der entscheidenden Gründe dafür war, dass dieser Aspekt auf der Prioritätenliste nicht sehr hoch angesiedelt war. Die damals vorausgesagte und von allen Marktbeteiligten fest eingeplante steile Erfolgskurve für 3G-Dienste setzte die schnelle Verfügbarkeit voraus und eben nicht die ausgefeilte Integration in das bereits bestehende Netz. 

Es gibt nun eine Reihe von Anzeichen dafür, dass der Übergang zwischen der jetzigen, weiterentwickelten 3G- und der kommenden 4G-Netzwerkgeneration weitaus unspektakulärer und auch sanfter vonstatten gehen wird, als es beim Übergang zwischen 2G und 3G der Fall war. Hier haben alle Beteiligten – Betreiber und Infrastrukturanbieter – ihre Lehren gezogen und konsequenterweise neue Strategien implementiert. Diese neuen Strategien gehen einher mit dem Begriff Evolution. Was ist damit gemeint? Hier spielen sicherlich die bereits angesprochenen Erfahrungen bei der Einführung der dritten Generation von Mobilfunknetzen eine Rolle. Insbesondere für die Netzbetreiber war die Diskrepanz zwischen den ökonomischen Erwartungen, die – zusätzlich befeuert durch die Interneteuphorie – der Realität nicht standhalten konnten, und den dafür entrichteten Investitionskosten zu groß. Es ist durchaus mit Fug und Recht zu behaupten, dass als Konsequenz dieser anfänglichen Ernüchterung sowohl die Standardisierung von UMTS selbst mit seinen Evolutionsstufen HSDPA (3GPP Rel. 5), HSUPA (3GPP Rel. 6) und HSPA-Evolution (3GPP Rel. 7) als auch die Definition des LTE-Standards (3GPP Rel. 8) vermehrt unter dem Aspekt der Absicherung bereits getätigter Investitionen stattgefunden hat und weiterhin stattfinden wird.  

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