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FORTSETZUNG: Generationswechsel
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Das im Rahmen der NGMN-Initiative verfasste White Paper* gibt in sehr prägnanter Form die Motivlage der Betreiber wieder. In der dort beschriebenen Vision wird als anzustrebendes Ziel die Einführung eines integrierten, vollständig auf  IP-Technologie basierenden Netzwerkes genannt. Die Zielarchitektur soll dabei unter Anwendung einer flachen Netzwerkhierarchie sowohl die Koexistenz mit den bereits bestehenden 2G- und 3G-Netzen beherrschen als auch die sanfte Migration von diesen Netzen als Ausgangspunkt hin zur 4G-Architektur erlauben.  

Ein ebenfalls für die Netzbetreiber wichtiger Aspekt ist die Forderung nach zeitlicher Flexibilität, mit der der neue Technologiestandard eingeführt werden kann. Es ist von strategischer Bedeutung für einen Telekommunikationsanbieter, das Marktfenster für neu einzuführende Dienste richtig einzuschätzen und konsequenterweise auch zu treffen. Wenn die neuen Dienstangebote allerdings auf bereits installierter Netzwerktechnik abrufbar sind und womöglich noch mit den bisherigen Diensten koexistieren können, dann hat der Betreiber den gar nicht hoch genug einzuschätzenden Vorteil, den Zeitpunkt der Markteinführung recht flexibel handhaben zu können. Die bei Bedarf schnelle Einführung der Dienste und die Verringerung des Risikos, Investitionen bei nicht geeignetem Marktumfeld in letztlich unbenötigte Netzinfrastruktur zu tätigen, sind zwei handfeste Argumente, die für sich sprechen. 

Neue Strategien der Hersteller 

Wie stellt sich die Lage für die Infrastrukturhersteller dar? Auf den ersten Blick scheint die Ausgangslage komfortabel zu sein. Die Einführung eines neuen Technikstandards verspricht neue Absatzmöglichkeiten bei bestehenden und potenziellen neuen Kunden. Dazu war es in der Vergangenheit unerlässlich, neben der Bereitstellung einer überzeugenden und stabilen technischen Lösung eine aggressive Entwicklungsstrategie anzuwenden, um einen möglichst frühen Markteintritt zu realisieren.  

Diese beiden Zielgrößen sind dabei nicht unbedingt deckungsgleich. Ein zu früher Marktstart auf Kosten mangelnder Qualität und Stabilität kann sich ebenso negativ auf die Firmenbilanzen auswirken wie ein hervorragendes technisches Produkt, welches zur falschen Zeit auf den Markt kommt und seine Abnehmer nicht mehr in ausreichender Zahl findet. Vor dem Hintergrund des eingeforderten evolutionären Übergangs hat sich die Ausgangslage diesbezüglich aber verändert und bietet, wie so häufig im Leben, neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen.  

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