Ein weiterer Ansatzpunkt ist die schrittweise Einführung der IP-Technologie in die bereits bestehenden Mobilfunknetze. Um das Fernziel eines vereinheitlichten Transportnetzwerkes unter Verwendung der IP-Technologie zu erreichen, werden die Netzknoten diesen Transportstandard von Haus aus unterstützen. Das geschieht aber nicht erst mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards, sondern die bereits im Zuge von Neuinstallationen oder Kapazitätserweiterungen von 3G-Netzwerken zum Einsatz kommenden Plattformen werden zusätzlich das IP-Protokoll unterstützen. Dies wird eine Grundvoraussetzung dafür sein, diese über den Zeitpunkt der eigentlichen Markteinführung des 4G-Standards hinaus verfügbar zu halten und damit die Investitionen zu schützen.
Um das Maßnahmenpaket abzurunden, werden die aktuell installierten Netzwerkarchitekturen schrittweise in Richtung der Zielarchitektur angepasst. Der Standard sieht derartige Optimierungen als optionale Lösungen bereits vor und erlaubt es den Herstellern damit, den Weg zu einer konsistenten, flachen Netzwerkhierarchie bereits frühzeitig zu beschreiten. Der Betreiber kann damit nicht nur bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt von dem damit einhergehenden wirtschaftlichen Optimierungspotenzial profitieren. Er bekommt auch die lang ersehnte Flexibilität, die Zeitpunkte der Migrationsschritte optimal auf seine Geschäftsstrategie abzustimmen. Die Herausforderung besteht darin, die dafür notwendigen Eingriffe in das Netzwerk mit dem laufenden Betrieb zu vereinbaren.
Reduktion auf das Wesentliche als Erfolgsgeheimnis
Damit wird sehr deutlich, dass sich die Anforderungen an die Konzeption und den Betrieb von Mobilfunknetzen ändern. Sie sind das Ziel eines kontinuierlichen Transformationsprozesses, der sehr gut vorbereitet und kontrolliert durchzuführen ist. Der Transformationsprozess selbst zeichnet sich dadurch aus, dass er sich im Gegensatz zu früheren Umstiegen auf neue Generationen über über mehrere Jahre hinziehen wird.
Als weiteres Merkmal wird dieser Prozess von den Beteiligten verlangen, frühzeitig die Kernprinzipien der Transformation zu definieren. Diese umfassen die Auswahl, Bewertung und Anwendung von wenigen, aber leistungsstarken und skalierbaren Technologien, die Identifikation desjenigen Teils des Netzes, der den Ausgangspunkt der Transformation darstellen soll und aus dem sich das neue Netz schrittweise heraus entwickeln kann, sowie einen Zeitplan, der sowohl die Verfügbarkeit und Reife der neuen Technologien berücksichtigt als auch die wahrscheinliche Marktentwicklung abdeckt.
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