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FORTSETZUNG: Geschwindigkeit ist (keine) Hexerei
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Betrachten wir nun als letzten Vertreter den Mobilfunkkanal, so zeigt sich, dass die attraktive Eigenschaft der universellen Verfügbarkeit und damit der Mobilität in Zusammenhang mit hoher Geschwindigkeit zu den schwierigsten „Straßenverhältnissen“ führt. Hier ist alles geboten, was eine schnelle Fahrt erschwert oder manchmal gar unmöglich macht. Das Problem mit der Dämpfung kennen wir schon, für eine vernünftige Wellenausbreitung bieten sich nur bestimmte Frequenzen an (siehe Abbildung 1), der Übertragungskanal ist aufgrund der Bewegung der Mobilfunkteilnehmer extrem dynamisch, Breitbandkommunikation erfordert sehr viel mehr gute Abdeckung innerhalb von Gebäuden (Zusatzdämpfung), eine Abschirmung des Mediums ist schlicht unmöglich, viele unterschiedliche ­Systeme müssen vernünftig miteinander auskommen und – last but not least – Sendeleistungen müssen um so niedriger sein, je näher die Technik an den Nutzer heranrückt. Alles sehr einschränkende Randbedingungen.    

 

 

Die ersten Generationen von Mobilfunksystemen haben sich konsequenterweise brav in die Geschwindigkeitshierarchie eingeordnet. Aufgrund der geschilderten Straßenverhältnisse hielten sich die Übertragungsgeschwindigkeiten im Rahmen: in etwa weitere drei Größenordnungen unterhalb der Bestwerte von Koaxialkabel und DSL. Aber schon aktuelle Netze – Stichwort UMTS – haben eine Größenordnung aufgeholt und sind gerade dabei, die nächste zu knacken – Stichworte HSPA, WiMAX. Kaum hat dieser Prozess begonnen, wird schon der nächste Turbo gezündet – Stichwort LTE. Hier hören wir mit Erstaunen von Datenraten, die sogar deutlich über denen von DSL und Koaxialkabelsystem liegen. Mit grober Kenntnis der gerade besprochenen Schwierigkeiten eines Mobilfunkkanals stellen sich berechtigte Fragen: Wer zaubert hier? Ist das alles wirklich machbar oder reine Fiktion von Marketingstrategen? Kann ein Netzbetreiber sich bei Geschäftsstrategien darauf abstützen oder gar verlassen?

Zumindest lässt sich vermuten, dass ein klares „Ja“ nicht die Antwort sein kann. Versuchen wir also, dem Zauberer auf die Hände beziehungsweise hinter die Kulissen zu schauen.   

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