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FORTSETZUNG: Geschwindigkeit ist (keine) Hexerei
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Es gibt nun beim heutigen Stand der Technik zwei Ansätze zur weiteren Verbesserung: Zum ersten die Verbesserung der Störresistenz durch Kanalcodierung, das heißt die Übertragung zusätzlicher Information zur Fehlerkorrektur. Da hierfür aber zusätzliche Bandbreite erforderlich ist – für leistungsfähige ­Codierungen locker 50 Prozent –, kommt man damit nicht sehr weit.    Der zweite Trick ist hingegen deutlich effektiver: Man nutzt eine weitere Ressource bei der Übertragung von Signalen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen in Freiraum, den Raum selbst – Stichworte MIMO, AAS. Unter bestimmten Umständen sind Signale, die auf verschiedenen Wegen von der Quelle zur Senke, dem Empfänger, übertragen werden, voneinander entkoppelt, man kann also im Idealfall die mehrfache Menge an Informa­tion übertragen. Leider sind auch diesem Trick enge Grenzen gesetzt. Zum einen muss die Situation der Mehrwegeübertragung gegeben sein, zum anderen müssen die Signale hinreichend entkoppelt sein. In der Praxis ist dies leider nicht immer der Fall. Es lässt sich aber erkennen, woher die früher erwähnte Diskrepanz zwischen dem maximal Möglichen und der Realität kommt: Der optimale Zustand ist relativ unwahrscheinlich, die Realität kann nur im statistischen Mittel vorhergesagt werden oder man muss sich auf Erfahrungswerte verlassen, der schlechteste Fall kann durchaus eintreten.    

Gleiches gilt auch für die Modulation: effiziente Modulation, das heißt hohe Geschwindigkeit, führt zu hoher Empfindlichkeit und damit zu niedriger Reichweite. Wir kennen das für die verschiedenen DSL-Zugänge. In der Mobilfunktechnik ist das noch weit ausgeprägter und eigentlich unakzeptabel. Daher hat man dort die  sogenannte adaptive Modulation eingeführt: Unter guten Bedingungen eine hohe Effizienz und Geschwindigkeit, unter schlechten eine Priorisierung auf Robustheit, um die Übertragung aufrecht zu erhalten – auf Kosten der Geschwindigkeit. Alle modernen Systeme besitzen derartige Eigenschaften in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Auch hier gibt es dramatische Unterschiede zwischen dem besten und schlechtesten Fall, zusammen mit der oben erwähnten Raumfilterung geht die Schere weiter auf.

Ohne die einzelnen Techniken im Detail zu beleuchten, lassen sich diese allgemeinen Zusammenhänge relativ einfach quantifizieren. Die erreichbare Spektrumseffizienz überstreicht mit Fortschritt der adaptiven Techniken immer größere Bereiche. In der Realität ergibt sich eine mittlere Effizienz, die von den eingesetzten Technikvarianten und zahlreichen Umgebungs­variablen abhängt. Im Detail ist dies alles sehr komplex, für erste Technikvergleiche und realistische Einschätzung von Technikvarianten lassen sich aber vernünftige statistische Mittelwerte angeben, die auf Erfahrungswerten mit bisherigen Technikgenerationen beruhen (siehe Abbildung 2).    

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