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FORTSETZUNG: Gewußt wie
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Der vergangene Trend des Offshore-Outsourcings, also der Verlagerung der Service-Bereitstellung in low-cost beziehungsweise aufstrebenden Regionen, hat seine sich selbstlimitierenden Grenzen bereits erreicht. Die Regulierungs-Wellen auf der ganzen Welt haben aufgrund der erlassenen Regulierungsvorschriften in den Kunden-Ländern Auswirkungen auf die Offshore-Rechtsvorschriften, so dass die Vorteile eines Offshore-Outsourcings reduziert werden, was gleichzeitig die Service-Erbringung im Ursprungsland wieder stärkt. Grundsätzlich gilt, dass durch Outsourcing keine Verantwortungsübergabe erfolgt, das heißt die Unternehmen müssen sich dessen bewusst sein und die Verpflichtungen aufgrund der Regulierung in ihre Outsourcing Governance einbeziehen. Dazu kann unter anderem die Verpflichtung gehören, dass persönliche Daten nur im Ursprungsland abgelegt sein dürfen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass keine Administration beziehungsweise ein Zugriff auf diese Daten aus dem Ausland erfolgen darf.

In Abbildung 2 sind die Stufen des Outsourcings dargestellt. Der erste Zyklus ist größtenteils vorüber. Derzeit laufen viele Verträge aus, so dass die Erfahrungen in die Neubewertung einfließen - Stichwort Outsourcing 2.0. Dabei ist die Sicherung der gemachten Outsourcing-Erfahrungen ein wichtiger Faktor. Nach einer Studie ist der Verlust dieser Informationen eines der drei am Häufigsten genannten Risiken bei Outsourcing-Vorhaben ( Accenture and the Economist Intelligence Unit Study, Business Wire 2003 ). Aus diesem Grund muss auch die Sammlung, Speicherung und Aufbereitung dieses Wissens in die Governance-Prozesse aufgenommen werden.

 

Durch die Regulierungen werden die Prioritäten verschoben in Bezug darauf, was denn nun erstrebenswert, akzeptabel oder tatsächlich kosteneffektiv sei. Die reine Kostenbetrachtung kann nicht der entscheidende Faktor sein. Stattdessen müssen andere Faktoren stärker in die Risikobetrachtung einbezogen werden, zum Beispiel politische oder religiöse Stabilität des Landes, Datenschutzbestimmungen, Zugriffsbestimmungen, steuerliche Regelungen und Subventionsbewilligungen. 

Der Trend zum Outsourcing wird sich vermutlich nicht grundlegend ändern. Allerdings wird sorgfältiger abgewogen werden, was und an wen ausgelagert werden soll. Dabei wird abgewogen zwischen dem Bereich der abzugebenden Services und der ausgewiesenen Expertise des Anbieters. Weiterhin sind Vertragsüberprüfungen in festgelegten Intervallen zu berücksichtigen, so dass eine bessere und intensivere Abstimmung unter Berücksichtigung der wechselnden Anforderungen an die Services stattfinden kann. Dies kann eine explizite Vorgabe in Bezug auf die Einrichtung eines stringenten Service Managements sein. Diese Anforderungen müssen in formale und präzise Governance-Regelungen formuliert werden und zur Steuerung aller Outsourcing-Aktivitäten umgesetzt werden – in letzter Konsequenz zur Sicherung der Eineindeutigkeit der angebotenen Endprodukte und damit auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

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