DMR | Detecon Management Report
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Gleiches Spiel, neue Regeln –
Zukünftige Service-Modelle und ihre Auswirkungen auf die ICT-Industrie
Den Begriff Kommunikation zu definieren bereitet keine großen Schwierigkeiten. Drei grundlegende Arten des kommunikativen Austausches von Inhalten kennen wir: zwischen Menschen, zwischen Mensch und Maschine und zwischen Maschinen. Wer Telekommunikationsdienste für diese Basis-Kommunikationssituationen anbietet, braucht Endkunden, die mit der gelieferten Qualität und den Funktionen zum vereinbarten Preis zufrieden sind. Gleichzeitig muss der Anbieter darauf achten, dass er selbst – im wahrsten Sinne des Wortes – auf seine Kosten kommt. Die Telekommunikationsindustrie und ihre Diensteanbieter befinden sich dabei in einem Wandel, der immer höhere Geschwindigkeit aufnimmt.
Kommunikationsdienste im Umbruch: Grenzen verschwinden
Technologie und Geschäft unterliegen einer ständigen Neubewertung. Die traditionelle Perspektive von Infrastruktur, Anwendungen, Informationen und Geschäft sieht sich in Frage gestellt: Daten entwickeln sich zu Informationen, Informationen zu Wissen und Wissen zu Intelligenz. Auch autonome, selbst konfigurierende und selbst lernende Systeme sind inzwischen möglich. Alle diese Entwicklungen verbessern in der Summe das Angebot an Services.
Dem rasanten Umbruch des Diensteangebots liegt die Weiterentwicklung der Technologien sowie der entsprechenden Gesetzgebungen und Geschäftsmodelle zu Grunde. Dabei sind die früher so klaren Abgrenzungen zwischen Festnetzanbietern, Mobilfunkbetreibern, Internet Service Providern, Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie ihren externen Dienstleistern inzwischen immer mehr verschwommen. Auch dies ist eine Folge des technologischen Wandels.
Hinzu kommen neue Teilnehmer im Markt, die eine Herausforderung für die einst so gut durchdachten Businesspläne darstellen. Open Source, Skype, der „Google-Effekt" und das Wachstum der chinesischen Marktwirtschaft sind nur einige Beispiele, die für Aufsehen gesorgt haben. Last but not least wollen die bisherigen Marktführer natürlich überleben und treiben dabei ihre eigenen, proprietären Standards voran.
Konvergenz als globaler Trend
Als ein zentraler Treiber für den Wandel ist die Konvergenz der Dienste zu nennen. Sie ist kein länderspezifisches Phänomen, sondern ein weltweiter Trend und somit ein Telekommunikationsthema von globaler Wirkung. Für die Praxis bedeutet dies, dass in wachsender Zahl und in immer schnellerer Abfolge Angebotspakete geschnürt werden. Ziel der Betreiber ist es dabei, Multiplay-Dienste wie Sprache, Video, Spiele und Daten über ein einziges Medium anzubieten. Wir könnten schon bald Zeuge werden, wie die traditionellen Netzbetreiber ihre Kunden nicht nur mit Sprachdiensten, sondern auch mit Internet und Fernsehen über denselben Übertragungsweg, etwa über Kabel, Glasfaser oder Funk, versorgen. Diese Geschäftsmodelle werden wiederum mit On-Demand-Diensten konkurrieren.
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