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FORTSETZUNG: Gretchenfrage
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Aufgrund der aufgeweichten Unternehmensgrenzen erweitert Open Innovation das verfügbare Innovationspotenzial finanziell und personell. Dies kann zu einer Verkürzung der Innovationszyklen beitragen. So kann zum Beispiel die Investition in oder Akquisition von anderen Unternehmen die Time-to-Market deutlich verringern. Jacobs und Waalkens haben schon 2001 in ihrer Studie „Innovation Squared: Innovation in the Organization of Innovation“ eine verkürzte Time-to-Market als eine grundlegende Motivation für die Öffnung des Innovationsprozesses nachgewiesen. Neben der Möglichkeit zur beschleunigten Innovation werden außerdem Innovationsfelder wahrgenommen, die bei einer rein internen Perspektive womöglich nicht beachtet worden wären.

Vorreiter zeigen, was Open Innovation bringt  

In der 2008 von Dr. Lichtenthaler (WHU – Otto Beisheim School of Management) veröffentlichten Studie „Open Innovation in Practice: An Analysis of Strategic Approaches to Technology Transactions“ wurde festgestellt, dass ein Großteil der Unternehmen sich noch nicht für Innovationsaktivitäten über die Unternehmensgrenzen hinaus geöffnet hat. Branchen­spezifische Unterschiede wurden nicht festgestellt. Im Rahmen der Studie wurde außerdem das verbesserte Ertragspotenzial in Form einer höheren Umsatzrendite bei der Nutzung von Open Innovation-Methoden nachgewiesen. Auch die 2008 von Detecon durchgeführte Studie „Core Capabilities of ICT Innovation Management“ zeigt am Beispiel der ICT-Branche, dass für die befragten Unternehmen die internen Innovationsquellen als am wichtigsten angesehen werden. Gleichzeitig wird aber auch festgestellt, dass Partnerschaften mit Lieferanten, Kooperationen mit externen Instituten sowie die Akquise von Start-Ups als wichtige Treiber im Innovationsprozess gesehen werden.  

Erfolgreiche Beispiele für unternehmensübergreifende Innovationsaktivitäten in der ICT-Branche sind die Kooperation zwischen Apple und Nike sowie die Akquisition von externem Know-how durch Cisco. Die beiden Firmen Apple und Nike haben gemeinschaftlich das Trainingsystem „Nike+iPod“ ent­wickelt und vermarktet (www.nikeplus.com). Ein Sensor, der im Nike-Laufschuh eingelegt wird, übermittelt Lauf-Daten über einen Empfänger an den iPod. Diese Daten werden dem Läufer während seiner Trainingsphase mitgeteilt und können nach dem Lauf am PC ausgewertet werden. Cisco hingegen hat das Open Innovation-Paradigma in anderer Form umgesetzt. Cisco hat es wie kein anderes Unternehmen verstanden, benötigtes Know-how extern, zum Beispiel durch Start-Up-Akquise, Venture Capital-Beteiligungen oder Entwicklungskoopera­tionen, zu erschließen. Durch die Öffnung nach außen konnte Cisco den damaligen Platzhirschen Lucent verdrängen. Ähnlich erfolgreich bei der Akquise externen Know-hows sind die Internet-Firmen Yahoo! mit dem Beispiel Flickr-Akquise und Google mit dem Beispiel Android- oder YouTube-Akquise.  

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