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FORTSETZUNG: Gretchenfrage
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Design Thinking schult Kreativität  

„Design Thinking“ ist ein Prozess zur praxisorientierten, kreativen Lösung von Problemstellungen, der im Kontext des Innovationsmanagements zur Generierung und Verifizierung von innovativen Ideen eingesetzt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen analytisch geprägten Innovationsprozessen ist Design Thinking geprägt durch einen Kreativprozess. In der frühen Phase werden keine Ideen verworfen, sondern es wird viel mehr von Beginn an versucht, möglichst viele der erzeugten Ideen durch experimentelle Prototypen am zukünftigen Nutzer zu erproben. Sowohl die Implementierung von Prototypen wie auch der direkte Einsatz bei zukünftigen Nutzern fördert das Querdenken und führt häufig zu erstaunlichen kreativen ­Lösungen und weiterführenden Ideen.

Das generelle Vorgehen beim Design Thinking unterteilt sich in drei Phasen (siehe Abbildung 2). Zuerst evaluiert der ­Designer den zukünftigen Nutzungskontext der Innova­tion (Inspiration). Anschließend werden im Zusammenspiel mit Nutzern Ideen generiert und an Prototypen getestet (Ideation). Nachdem unterschiedliche Produktideen evaluiert wurden, sind die vielversprechenden Ansätze am Markt zu kommerzialisieren (Implementation).

Die Einbeziehung der Nutzer geht weit über die reine Durchführung von Umfragen oder Marktstudien hinaus. Durch die Beobachtung und Analyse des Nutzerverhaltens können Bedürfnisse im Detail verstanden und antizipiert werden. Hierbei ist es wichtig, auch latent vorhandene Kundenbedürfnisse wahrzunehmen, die dem Nutzer selbst noch nicht bewusst sind. Produkte, welche nach diesem Paradigma entwickelt werden, haben noch keinen definierten Käuferkreis, wecken aber vorhandene Bedürfnisse und erzeugen somit sukzessiv Nachfrage. Die Einbeziehung der Nutzer erfolgt beim Design Thinking idealerweise über den kompletten Innovationsprozess hinweg. So kann der Nutzer zu Beginn dazu beitragen, Ideen zu generieren (Co-Creation) oder später bei der Gestaltung und Evaluierung des Produkt-Designs zu unterstützen (Co-Design). Speziell in der ICT-Branche ist ein Verständnis der Nutzerbedürfnisse von großem Vorteil, da hier der Einfluss der Produkte auf das tägliche Leben der Menschen stetig zunimmt. Betrachtet man beispielsweise Mobiltelefone, so haben diese die Art und Weise, wie wir Termine planen, mit unseren Mitmenschen kommunizieren und unser privates und berufliches Leben strukturieren, stark verändert.  

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