Hochsaison (I)
Krisenzeiten sind gute Zeiten für IT-Effizienzprogramme
Die Wirtschaftskrise ist da. Umsätze schrumpfen und Kundenaufträge brechen weg. Während die deutsche Wirtschaft schwächelt, erleben Sanierer, Kostensenker und Prozessoptimierer in diesen Tagen einen Boom. Jedes Unternehmen muss kostenbewusst denken und sparen und die interne Effizienz steigern.
Das Thema IT-Kostenoptimierung hat in der aktuellen Krisendiskussion auf breiter Front wieder stark an Bedeutung gewonnen. Es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklung mit dem Sichtbarwerden der Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch weiter zunimmt. Die Treiber hierfür sind erkennbar durch die sich bereits abzeichnende Konjunkturabschwächung und den Anstieg der Arbeitslosigkeit, die trotz des Preisrückgangs relativ hohen Rohstoff- und Energiepreise und den seit längerem spürbaren Kostendruck durch den globalen Wettbewerb.
Die genannten Faktoren betreffen an sich zwar nicht unmittelbar die so genannten Support- beziehungsweise indirekten Bereiche, üben aber insgesamt Druck zur Kostenoptimierung aus. Die Kundenzufriedenheit in den indirekten Bereichen ist sowohl hinsichtlich des Kostenniveaus als auch bei der Transparenz und Steuerbarkeit der Kosten deutlich niedriger als in direkten Bereichen.
Agieren statt reagieren
Der Anteil der indirekten Kosten und damit einhergehend die Priorität, welche der Kostenoptimierung indirekter Bereiche zugewiesen wird, steigt mit der Unternehmensgröße. Der IT-Verantwortliche hat in Krisenzeiten keinen guten Stand im Unternehmen, jede größere Ausgabe landet auf dem Prüftisch. Vor allem der CFO nimmt dem CIO immer mehr Verantwortung ab. Oft verliert der IT-Bereich in der Wirtschaftskrise auch an strategischem Einfluss im Unternehmen.
Vielfach heißt die Strategie in der Krise „Sparen in altbewährter Weise“, wozu Maßnahmen zählen wie Personalabbau, Restrukturierung, Konsolidierung und Einstellungsstopp. Doch sind die altbewährten Maßnahmen noch zeitgemäß? Nach neueren Erkenntnissen erzielen solche Maßnahmen nur kurzfristig Wirkung. Erfolgreiche Unternehmen sind langfristig orientiert und können in Krisen agieren statt reagieren. Oft ist ein antizyklisches Verhalten zu beobachten: Während alle anderen die Personalkosten reduzieren, optimieren erfolgreiche Unternehmen trotz Krise ihre Serviceprozesse und stellen qualifiziertes Personal ein. Dadurch wird ein Beitrag geleistet für mehr Wachstum und Schaffung einer sicheren Wettbewerbsposition für die Zukunft.
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