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Innovationseffizienz (Teil I) –
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Innovationseffizienz (Teil I) –

Innovation von Commodities



Montagmorgen, 8:30 Uhr, Büro von Herrn Schäfer, verantwortlich für den Geschäftsbereich Corporate Desktop Management: Gerade sind die monatlichen Controllingberichte angekommen. Wie in den letzten Monaten stagniert der Umsatz in dem Produktfeld Desktop Management, für das Herr Schäfer seit nunmehr fünf Jahren verantwortlich ist. Anfangs war es ein sehr erfolgreiches Produktfeld mit guten Wachstumszahlen und einer soliden Kundenbasis. Doch in den letzten Jahren ging der Umsatz stetig zurück und der Wettbewerb wurde immer härter. Vermutlich wird Herr Schäfer auch dieses Jahr seine Wachstumsziele verfehlen. Doch wie soll man in einem gesättigten Markt mit starken Konkurrenten und Standardprodukten wie IT am Arbeitsplatz noch ein signifikantes Wachstum erreichen? Ernüchtert fängt Herr Schäfer an, den Bericht für das Gespräch zu jährlichen Zielerreichung mit dem Marketingleiter zu erstellen.

In der IT reden wir von Innovation oft nur dann, wenn wir ganz neue Produkte kreieren oder neue Technologien einführen. Auf dem Innovationsradar finden wir dabei Begriffe wie z. B. Grid Computing, Sensor Networks oder Service Delivery Platform. Wir haben effiziente Methoden entwickelt, um aus Technologien Produkte zu erzeugen, sie finanziell in Business Cases zu bewerten und am Markt zu etablieren. Dabei vergessen wir oft, dass sich das technologische Umfeld extrem schnell verändert und die Produkte in der IT bereits nach wenigen Jahren nicht mehr konkurrenzfähig sein können.


Exkurs in das IT-Innovationsmanagement
In der Praxis werden bei IT-Produkten aufgrund von Theorie und Historie im Innovationsbereich technologie- und marktgetriebene Innovationen bevorzugt betrachtet. Innovationen liegen aber nur zum Teil in technologischen Veränderungen begründet. Ein sehr großes - und häufig ungenutztes - Innovationspotenzial liegt im Bereich von Prozess- (vgl. Toyota Production System), Finanz- (z.B. Cisco Zero Closing), Management- (z.B. Lean production) und Organisations-Innovationen (z.B. Network Organization). Es ist die Aufgabe des Portfolio Managers - in unserem Beispiel Herr Schäfer -, auch dieses Innovationspotenzial aktiv für sein Service Offering zu nutzen.


Die Aufgabenfelder des IT-Innovationsmanagements reichen von der Erfassung technologischer Entwicklungen bis zur Realisierung im Produkt (siehe Abbildung 1). Der zeitliche Ablauf besteht dabei immer aus drei aufeinander folgenden Schritten:

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