DMR | Detecon Management Report
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IT-Dienstleister 2006
Der Drahtseilakt im Käufermarkt
Nicht erst seit den vielbeachteten Unternehmensakquisitionen der jüngsten Zeit sind IT-Dienstleister dabei, ihre Rolle und Position kritisch zu überdenken. Weiter sinkende IT-Budgets und ein aggressiver Markt verstärken sich wechselseitig zu einem enormen Konsolidierungsdruck. Lerneffekte und Effektivitätsgewinne bei den Kunden sowie der deutlich verstärkte Trend zum Outsourcing von IT- und Prozess-Commodities definieren wesentliche Spielregeln neu. Diejenigen, die als eigenständig operierende Anbieter weiter erfolgreich sein wollen, müssen ein vertieftes Verständnis der Kundenbedürfnisse mit einer signifikanten Professionalisierung der Kundenschnittstellen verbinden können – und in der Lage sein, segmentspezifische Angebote zu entwickeln, welche die strukturelle Profitabilität des eigenen Geschäftsmodells durch Beherrschung von Komplexität auf modularisierten und dynamisierten Produktionsplattformen systematisch optimieren helfen.
Die effiziente Bereitstellung von ITApplikationen zur flexiblen Geschäftsprozessunterstützung steht seit vielen Jahren als unverrückbarer Geschäftsauftrag jedes IT-Bereiches, unabhängig von der Unternehmensgröße, fest. Infolge zunehmender Standardisierung der IT-Basistechnologien und dominanten Marktstellung von integrierten Software-Suiten konnten Effizienzsteigerungspotenziale vor allem kostenseitig durch eine entsprechende Standardisierungs- und Einkaufspolitik der IT-Anwendungen und Infrastrukturen realisiert werden. Resultat dieser Entwicklung ist in der Regel eine primär kosten- und effizienzorientierte Sicht auf die IT-Funktion, die sich in jährlichen „Sparrunden“ manifestiert. Um dennoch die Qualität der Geschäftsunterstützung nachhaltig sicherzustellen, wurden für die IT Wege aus der Kosten- und Effizienzfalle gesucht - und gefunden: Die Mechanismen „externer“ Märkte sollen sicherstellen, dass die insitu Transformation ehemals interner IT-Abteilungen zu unternehmerisch agierenden „Professional Service Providern“ gelingt. Etliche IT-Dienstleister verdanken ihre Existenz diesem Paradigma und sehen sich heute als mehr oder weniger autonome Einheiten vor verschärften Herausforderungen des Marktes und gesteigerten Erwartungen ihrer alten und neuen Kunden (siehe Abbildung unten).
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