Konsolidieren ... oder untergehen!
Konsolidierungsansatz „Mit weniger mehr erreichen“ hält Telekommunikation und Medien auf Erfolgskurs
Eine konsolidierte Infrastruktur für digitale Mediendienste stellt vielfältigste Dienste für verschiedenartigste Ausgabegeräte unter Wiederverwendung derselben Plattform bereit. Beispiele zeigen, wie betriebswirtschaftliche Gewinne in Form von Betriebskostensenkungen und deutlich verkürzten Service-Implementierungszeiten zu erzielen sind. Solche Infrastruktur-Konsolidierungen sind in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten unabdingbar und können den Unterschied zwischen Überleben oder Untergehen ausmachen.
Konsolidieren! – In wirtschaftlich turbulenten Zeiten quellen Schlagzeilen mit Eilmeldungen über staatliche Firmenübernahmen, Personalabbau und Kostensenkungen über. Vorbei ist es mit der Ära der Großzügigkeit, der Multimillionen-Dollar-Übernahmen, der fremdfinanzierten Firmenkäufe und rasanten Expansionen. Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte – es wird auch nicht das letzte Mal sein. Seit jeher folgt der Expansion von Imperien eine Zeit der Reife, in der sich die Prioritäten auf die Konsolidierung der Assets verlagern, um so das Maximum aus den verfügbaren Ressourcen zu ziehen.
Der Telekommunikationssektor ist von dieser Krise nicht gänzlich verschont geblieben, was sich daran zeigt, dass Unternehmen ihre ehrgeizigen Pläne zurückfahren und hochgesteckte Ziele durch eher moderate Zahlenwerke ersetzen. Jetzt geht es um das nackte Überleben der Unternehmen, die einem darwinistischen Überlebenskampf ausgesetzt sind, der ihre Existenz inmitten sinkender Subscriber-Ausgaben, stagnierendem Wachstum, erhöhtem Wettbewerb und dem Mangel an unkomplizierter Finanzierung bedroht. Als unmittelbare Konsequenz erfolgt in den Unternehmen eine Top-Down-Bewertung der unterschiedlichen Umsatzströme und Kostenkomponenten. Einer der zu bewertenden Umsatzströme sind die Mediendienste mit ihren Produktionskosten. In der Vergangenheit haben die Netzbetreiber, basierend auf der jeweiligen Verfügbarkeit der Technologie, häufig eine fragmentierte Systemlandschaft unterschiedlichster Lösungen und Plattformen aufgebaut. Hier strebt der Konsolidierungsansatz „Mit weniger mehr erreichen“ die Maximierung der vom Betreiber getätigten Investition an.
Von der Expansion über die Kontraktion zur Konsolidierung
Unter dem Eindruck eines rückläufigen Subscriber-Wachstums versuchten viele Netzbetreiber im vergangenen Jahrzehnt in neue Marktsegmente zu diversifizieren. Eines der vorrangigen Ziele war der Medienbereich, der, traditionell von den Kabel-TV-Anbietern besetzt, komfortable Gewinnspannen und ein starkes Wachstumspotenzial versprach. Die Netzbetreiber haben dieses Marktsegment über IPTV-, Musik-Streaming-, Mobil-TV-Dienste und weitere damit verbundene Dienste erschlossen, wobei jedes Service-Segment typischerweise als „Silo-Angebot“ konstruiert war. Das Ergebnis bestand aus einer Vielzahl eigenständiger Dienste, zwischen denen eine geringe oder gar keine Wechselbeziehung bestand.
Weiter