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Logistik mit Weitblick
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Logistik mit Weitblick

Strategische Bewertung von Logistiklieferanten



Die meisten Bewertungssysteme für Logistiklieferanten vernachlässigen die strategische Bedeutung von Zulieferern. Alleine vergangenheitsbezogene Analysen über ihre Leistung geben noch keine Auskunft darüber, in wie weit langfristige Beziehungen mit diesen Geschäftspartnern in der Zukunft sinnvoll sind. Nachhaltige Wettbewerbsvorteile können Unternehmen nur dann erzielen, wenn sie mit ausgewählten Lieferanten auf Dauer in Wertschöpfungsnetzwerken kooperieren. Einkäufer von Logistikdienstungen und -produkten sollten daher vorhandene Bewertungssysteme mit Modulen für den strategischen Fokus erweitern.

In vielen Unternehmen verläuft die Bewertung von Zulieferern logistischer Leistungen immer noch unsystematisch oder rein vergangenheitsbezogen. Um stärker strategische Aspekte zu verankern, sind pragmatische Vorgehensweisen gefragt. Ein praxisbewährtes Vorgehen zur Identifikation derjenigen Lieferanten auf dem Feld der Logistik, die sich für langfristige Geschäftsbeziehungen eignen, grenzt zunächst die Anzahl der in Frage kommenden Unternehmen ein. Dazu treffen funktionsübergreifende Teams aus Bereichen wie Intralogistik, Verpackung, Logistiksysteme, Transport und Einkauf eine Vorauswahl. Kriterien hierzu sind etwa Kosten der Nicht-, Spät- oder Falschlieferung, bereits erfolgte spezifische Investitionen, der Einbindungsgrad des Lieferanten in bestehende Prozesse, das Beschaffungsvolumen sowie die Intensität der Entwicklungspartnerschaft. Die Teammitglieder bestehen aus Fachleuten, die die Lieferantenleistung umfassend und aus verschiedensten Perspektiven beurteilen können.

Beziehungsqualität entscheidend

Die eigentliche Bewertung des strategischen Status, also der Eignung des Lieferanten für langfristige Kooperationen, erfolgt aufgrund von drei Hauptkriterien, die anhand jeweils mehrerer Unterkriterien beurteilt werden.

Erstes Hauptkriterium: Das langfristige Engagement des Lieferanten auf dem relevanten Geschäftsfeld muss gesichert sein. Er muss weiterhin betroffene Materialgruppe wie etwa bestimmte Verpackungsfolien oder spezielle Transportleistungen weiterhin anbieten und darf seine Geschäftsaktivitäten nicht neu ausrichten. Dies lässt sich anhand von Unterkriterien wie „Technologieführerschaft“, „Umsatzentwicklung“ sowie „Mitarbeiteranzahl“ jeweils für das relevante Geschäftsfeld beurteilen. Auch die Höhe der Investitionen in die entsprechende Mitarbeiterausbildung oder spezielle Innovationen beeinflusst das Bewertungsergebnis.

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