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FORTSETZUNG: Mit Vollgas durch die Wüste
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Internationalisierung wird weiter vorangetrieben   

Die Volkswirtschaften im Mittleren Osten weisen immer noch große Wachstumsraten von jährlich zirka sieben Prozent aus. Das Kundenpotenzial dieser Volkswirtschaften schlägt sich in enormen Pro-Kopf-BIPs von bis zu 101.000 US-Dollar für Katar und 60.800 US-Dollar für Kuwait nieder. Bei den anderen Ländern entsprechen diese Werte in etwa dem europäischen Durchschnitt, leicht darunter liegen nur Saudi-Arabien, Oman und Ägypten. Überschattet wurde das solide Wachstum während des ersten Halbjahres 2008 von einem Anstieg der Inflationsrate.   Neben diesen demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen treiben die Betreiber im Mittleren Osten ihre Bemühungen voran, über die heimischen Märkte hinaus zu wachsen. Um potenzielle Stagnationsrisiken aus der bevorstehenden Liberalisierung und Sättigung ihrer heimischen Märkte zu mindern, sind regionale Betreiber wie Qtel, Etisalat und Zain – ausgestattet mit einer soliden Kapitaldecke – dabei, sich durch Übernahmen und Beteiligungen an internationalen Unternehmen oder Start-ups zu internationalen Playern zu entwickeln.    

Obwohl im Mittleren Osten weiterhin Internationalisierungsmöglichkeiten bestehen, haben die führenden regionalen ­Telekom-Betreiber verstärkt Ausschau nach Wachstums­möglichkeiten mit starker Anbindung an die Region in Afrika und Asien gehalten. Nach dem Mittleren Osten gehört Afrika für viele Betreiber zu den bevorzugten Gebieten. Dieser Trend scheint sich fortzusetzen, obwohl jetzt zunehmend der Blick für Möglichkeiten in Asien geschärft wird, um sich den Eintritt in die größte Telko-Region der Welt zu verschaffen, in der 38 Prozent aller Anschlussvertraege weltweit abgeschlossen werden, während sich die Anzahl der Lizenzen und Übernahmeziele in Afrika gleichzeitig verringern.    

Zain startete seine Internationalisierungsstrategie 2003 mit der Übernahme von Jordaniens Fastlink. Darauf folgten erfolgreiche Lizenzakquisitionen in Bahrain, im Irak und kürzlich in Saudi-Arabien für 6,1 Milliarden US-Dollar sowie die Übernahme des afrikanischen Betreibers Celtel für 3,4 Milliarden US-Dollar. Dies führte zu raschen Reaktionen des Etisalat Konzerns in den VAE. Etisalat hat in Saudi-Arabien einen rasant wachsenden Mobilfunk-Bereich für 3,25 Milliarden US-Dollar aufgebaut sowie in Ägypten für 2,9 Milliarden US-Dollar und verfügt über eine 40-prozentige Management-Beteiligung in Nigeria. Zudem hat Etisalat einen Mehrheitsanteil von 82 Prozent in Atlantique Telecom, einem westafrikanischen Betreiber, erworben und eine 26-prozentige Minderheitsbeteiligung an dem führenden pakistanischen Betreiber PTCL für 2,6 Milliarden US-Dollar. Etisalats neuester Erwerb ist die Mobilfunklizenz im Iran, der jetzt Saudi-Arabien überholt hat und sich zum größten Telekommunikationsmarkt entwickelt.   

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