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FORTSETZUNG: Mit Vollgas durch die Wüste
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Zweitens könnten Betreiber ihr Interesse – neben der internationalen Expansion – auf andere Themen lenken, zum Beispiel auf die Verbesserung der internen Leistungsfähigkeit. Die Verbesserung der Operational Excellence der Betreiber erlangt zunehmend dadurch an Bedeutung, dass eine stärkere Gewichtung auf umsatzsichernde Maßnahmen, Konsolidierung auf Gruppenebene, Performance Management sowie auf CAPEX/OPEX-Effizienz gelegt wird. Der Fokus wird sich ebenfalls in Richtung Bestandskunden statt auf reine Nettozugänge verlagern. Schließlich sind Bestandskunden durch verbesserte Kundenbindungsmaßnamen zu pflegen, um zu einem höheren ARPU und einer niedrigeren Abwanderungsquote beizutragen. Zudem sind die Kosten, einen Kunden zu halten, erheblich geringer als die Kosten eines Neuzugangs.   

Drittens zollen die Länder dem zuvor vernachlässigten Festnetzbereich erhöhte Aufmerksamkeit. Oman und Ägypten haben zum Beispiel eine zweite Festnetzlizenz ausgeschrieben. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage hat sich Ägypten für den Aufschub der Lizenz entschlossen, während Nawras den Zuschlag für Oman erhalten hat. Mit der Einführung einer zweiten Festnetzlizenz in Oman geht man davon aus, dass die Breitband-Durchdringung in den kommenden Jahren deutlich vorangetrieben wird. Hinzu kommt, dass Länder wie die VAE und Katar gerade damit befasst sind, FTTx-Hochgeschwindigkeitsnetze mittels unterschiedlicher Technologien wie zum Beispiel GPON oder WiMAX zu planen und umzusetzen. Diese Entwicklungen unterstreichen die ehrgeizigen Ziele der regionalen Regierungen, diese Länder als regionale ICT-Hubs zu etablieren, und damit weiterhin massiv in NGN-Infrastruktur investieren und den verfügbaren Hochgeschwindigkeitszugang und die damit verbundenen Dienste vorantreiben. Aufgrund der nach wie vor niedrigen Durchdringungsrate wird dies zu einer Beschleunigung bei neuen Festnetz-Abonnenten und bei der Entwicklung integrierter Festnetzdienste wie etwa Triple Play oder Fixed Mobile Convergence führen.    

Sobald die Breitband-Anbieter aufwachen, um ähnlich attraktiven Breitband-Content zu entwickeln, wie dies bei der mobilen Telekommunikation zu beobachten war – man denke an IPTV, interaktive Werbung, ausgefeilteres Gaming – könnte es zu einer Wiederholung der Erfolggeschichte aus der mobilen ­Telekommunikation kommen. Die hohen Zuwachsraten für feste Breitband- und 3G-Mobil-Dienste, die vergleichbar mit den anfänglichen 2G-Levels sind und dadurch einige westliche Länder übertreffen, unterstreichen zudem den Wunsch der ­Region nach ausgereifteren Mehrwertdiensten. Es wird erwartet, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in der Region für festen Breitbandzugang in den kommenden drei Jahren zirka 30 Prozent betragen wird, und zwar mit einer Spanne von 20 Prozent für Länder mit bestehenden höheren Durch­dringungsraten (Bahrain, Katar und VAE) bis zu 30-50 Prozent (Oman und Kuwait). Der Durchschnittswert in Europa beträgt im Vergleich dazu zirka neun Prozent, während die osteuropäischen Länder leicht über elf Prozent und Nordamerika und Asien bei zirka fünf Prozent liegen3. In den MENA-Ländern ist der Bezugswert natürlich wesentlich geringer, und daher lagen die Durchdringungsraten in 2008 dort auch nur zwischen ein und zehn Prozent. Trotz der Bedrohung durch mobilen Breitbandzugang, der sich für viele gut situierte Kunden als attraktiv erwiesen hat, weisen somit sämtliche Länder Wachstumspotenziale für feste Breitbandzugaenge auf.    

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