Reden ist doch Gold
Kommunikation macht komplexe IT-Projekte beherrschbarer
Komplexe IT-Projekte scheitern häufig. Die Gründe sind auf den ersten Blick vielfältig und können bei Methoden, Menschen oder Werkzeugen liegen. Projektkommunikation lässt sich jedoch durchgängig als zentrales Risiko und Chance auf dem Weg zum Projekterfolg identifizieren. Zehn Maßnahmen zum agilen Planungs- und Projektmanagement haben sich in der Praxis bewährt.
Die Zufriedenheit mit dem Erfolg großer IT-Projekte ist immer noch gering. So rügt der Bundesrechnungshof immer wieder die mangelhaften Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die unzureichende Steuerung und Lenkung öffentlicher ITVorhaben. Das Scheitern von Projekten wie der einheitlichen Steuersoftware „Fiscus“ kostete die Steuerzahler dreistellige Millionenbeträge. Regelmäßig liest man auch in der einschlägigen Fachpresse über gestrauchelte oder gescheiterte Projekte. Wohl jeder, der an großen IT-Projekten beteiligt war, hat diese Erfahrung auch schon selber gemacht.
Die Standish Group, die seit 1994 regelmäßig ihren Chaos-Report über den Erfolg von IT-Projekten veröffentlicht, kann dieses Gefühl bestätigen: Nur zirka 30 Prozent der großen IT-Projekte wird mit den gewünschten Ergebnissen und dem geplanten Budget abgeschlossen. Der Rest der Projekte liefert entweder verspätete oder reduzierte Ergebnisse. Etwa 15 Prozent scheitern vollständig.
Es wurden auch positive Trends identifiziert: So haben sich die typischen Budgetüberschreitungen von 180 auf zirka 50 Prozent reduziert, die Zeitüberschreitungen von 160 auf 80 Prozent. Alles in allem liegt aber kein befriedigender Zustand vor.
Ursachen für die Komplexität in IT-Projekten
• IT-Projekte müssen eine Vielzahl individueller Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen werden von verschiedenen Interessengruppen mit unterschiedlicher, teilweise widersprüchlicher Perspektive formuliert.
• Häufig sind Maßnahmen zur Kosteneinsparung die Treiber bei der Einführung eines größeren IT-Systems. Der dazugehörige Business Case setzt eine parallele Optimierung von Prozessen und Organisationsstrukturen voraus, die das ganze Umfeld der IT zum „Moving Target“ macht.
• Das zukünftige System ersetzt manuelle Interaktion und automatisiert viele Vorgänge. Deshalb wird eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit verlangt. Gleichzeitig ist das Einsatzumfeld volatil, so dass die Lösung häufigen Anpassungen unterliegt und einen hohen Grad an Flexibilität bieten muss.
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