Die Datenlandkarte kann hier in erheblichem Maße zur Transparenz beitragen und lässt einen hohen effektiven Nutzwert für die IT-Verantwortlichen erkennen. Nur wer wirklich seine IT-Landschaft kennt, kann auf dieser Grundlage eine tragfähige (IT)-Strategie entwickeln, aufbauen und diese optimieren.
Strategie entwickeln
Durch die Ansätze der Enterprise Architektur (EA) werden prinzipienorientiert und top-down die Geschäftsprozesse abgeleitet. Sie stellen ein Framework aus Strukturen, Standards, Schnittstellen und Organisationsprozessen dar, der bei der Auswahl, der Umsetzung und der Geschäftsfähigkeit der Dateninfrastruktur eines Unternehmens hilft.
Enterprise Architektur ist Strategiearbeit, die generell von einem Mitarbeiterteam mit Methodik und Referenzmodellen – zum Beispiel: The Open Group Architecture Framework „TOGAF“ – und einem tiefen IT-Know-how über die eigenen Prozesse und Geschäftsobjekte durchgeführt werden sollte. Häufig werden externe Berater mit einbezogen, um die äußere Sichtweise mit einzubinden und dem globalen Anspruch des sich ständig weiterentwickelnden Wettbewerbs gerecht zu werden.
Mit entsprechend nützlichen Werkzeugen beginnt das Team auf einem hohen Abstraktionslevel, die Prozess- und Datenmodellierung abzubilden. Über die verschiedenen Modellierungsstufen und in der Detailtiefe werden die Verbindungen zur unternehmenseigenen Datenmodellierung in der Datenlandschaft ersichtlich. Die Datenarchitektur leistet einen Überblick über die im Unternehmen vorhandenen Daten, die Architektur der Datenlandkarte ist schließlich die Gesprächsgrundlage für Business und IT. Auf dieser Ebene kann geklärt werden, wo welche Daten existieren, wie die Verteilung der Daten erfolgt und welche Kopie es wo gibt. Durch die EA-Architektur erhält der Anwender ein fast vollständiges logisches und physikalisches Datenmodell.
Die Datenlandkarte besteht aus einem einfachen Datenmodell, einer Beschreibung der Datenklassen und deren Beziehungen sowie den wichtigsten Attributen. Die Auswirkungen der Geschäftsfunktionen werden auf einer auf der Datenarchitektur aufbauenden CRUD-Matrix beschrieben. Durch diese Struktur wird festgelegt, welche Auswirkungen die Geschäftsfunktionen auf die Daten haben. Daten in Geschäftsfunktionen können zum einen erstellt (Create), gelesen (Read), verändert (Update) oder gelöscht (Delete) werden.
Weiter